Blog für den Altkreis Ebern
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BAUNACHGRUND-BAHN  Elektrifizierung  • Idee, die elektrisiert

Fährt die Bahn bald elektrisch?

Eingebetteter Tweet via Twitter

Das Bayerische Kabinett hat am 23. Januar 2018 beschlossen, dass alle Bahnstrecken elektrifiziert werden sollen. Weil die Strecke durch den Baunachgrund – wie einige andere Nebenstrecken auch – bei diesem Vorhaben keine Priorität genießt, sollen auf bestimmten Nebenstrecken Loks mit Hybridtechnologie getestet werden.
(ibg, 24.1.2018)

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JUSTIZGEBÄUDE  Architektur  • Das Gericht ist bald fertig

Ein Vergleich

Hassfurt-Amtsgericht-Gebaeude-02
Abgebildet: Haßfurt, neues Gerichtsgebäude – mit Gefängnis-Charakter?

Hmm, man möge die Abbildung des neuen Haßfurter Amtsgerichtsgebäudes drehen und wenden wie man will, der Architekten-Entwurf (vgl. Baunetz.de) wirkt trotzdem irgendwie anders.

Gleichwohl dürften angesichts des Baufortschritts (die Fertigstellung sollte im Frühjahr 2017 [!] gewesen sein, vgl. infranken.de) demnächst in den Zeitungen Elogen auf die fortschrittliche Architektur losgelassen werden. Vor drei Jahren sah man sogar schon „Architektur-Touristen“ herbeiströmen, wie seinerzeit bei infranken.de zu lesen war.

Schieben wir die erwarteten Lobpreisungen einfach zur Seite und vergleichen das neue Amtsgericht mit einem Eberner Industriegebäude aus den – vermutlich – 1940er-Jahren (vgl. FTE-Webseite).

Ebern-Industrie-Gebaeude
Abgebildet: Ebern, Gebäude im FTE-Firmenareal – der rote Klinkermantel wirkt warm und freundlich

Dort sehen wir einen Quader mit langen Fenstern und aufgesetztem Walmdach. Zwar besitzt dieser Quader eine rechteckige – und nicht wie das Haßfurter Gebäude eine quadratische – Grundfläche, doch lässt man das Walmdach weg, dann liegt es auf die eine oder andere Weise auf der Hand, dass auch Architekten das Rad bzw. den Quader nicht neu zu erfinden brauchen. Zumindest nicht in der Art, dass sich deswegen extra Touristen auf die Socken machen müssten. Andererseits, was soll’s: Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten.

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HUMOR WIDER WILLEN • Da ist der Wurm drin

Literarische Glanzpunkte

Bildschirmfoto-Tag-Witz
Bildschirmfoto, am Ende des Online-Beitrags „Guten Morgen Haßberge“, Neue Presse, 11.1.2018

Bildschirmfoto-Bayern-Baden-Wuertt
Bildschirmfoto: „Die erste Frau auf der Guillotine“ (1854) von Sueddeutsche.de, 11.1.2018

MP-15.12.2017-Benfizgrillen
Bildschirmfoto, Überschrift von Mainpost.de, 15.12.2017

HT-12.12.2017-Babys-fehlen
Bildschirmfoto, Überschrift von Hassfurter-Tagblatt.de, 12.12.2017

So ulkig ging das alte Jahr zu Ende: Erst wurden Landräte aus Wohltätigkeitszwecken gegrillt, dann hat doch noch jemand bemerkt, dass 36 Babys im Jahr 2016 abhanden gekommen waren.

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HEIMATKUNDE  Bamberg  • Das ehemalige Bahnbetriebswerk

Die Reste des Bahnbetriebswerks

Eingebettetes Youtube-Video von Heinz Tillig

Das Bahnbetriebswerk Bamberg wurde einst von den Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen betrieben. In den Jahren 1901 und 1904 entstanden die beiden Rundlokschuppen mit den dazu gehörenden Drehscheiben.

In Bahnbetriebswerken wurden Lokomotiven und Triebwagen gewartet, repariert und gereinigt. Außerdem koordinierte man von hier aus den Einsatz von Personal und Fahrzeugen.

Im März 1984 ist das Betriebswerk von der Deutschen Bundesbahn aufgelöst worden.

Heute liegt das Gelände weitgehend brach, zu sehen sind noch verfallene Relikte der einstigen Anlagen. Heinz Tillig nimmt uns im Video mit auf einen Streifzug über die Reste des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Bamberg.
(ibg, 24.11.2017) 274

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PETITION  Kinderarzt  • Region Ebern

Petition für eine Kinderarztpraxis

Eingebettetes externes Abstimmungs-Widget der Webseite openPetition.de

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#REDEBEDARF  Bundestag  • Pro Modernisierung des Petitionsrechts

Mit Petitionen mehr Gehör finden

Hörrohr
Bild (unverändert): „Hörrohr“, Oscar 0711, Lizenz: CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Pflegeskandal, Schließung von Krankenhäusern, Zentralisierung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, Ärztemangel, Rente – es gibt so viele Angelegenheiten, die mehr Gehör verdient hätten.

openPetition aus Berlin schreibt: „Woher wissen Abgeordnete eigentlich, welche Themen sie in ihrer Funktion als Repräsentanten im Bundestag behandeln sollen? Von Ihnen wahrscheinlich nicht! … Parteiprogrammen und Abgeordneten scheint der Bezug zu den realen Problemen und Themen der Menschen verloren gegangen zu sein.“

„openPetition“ als Initiator der Kampagne Petitionsrecht 4.0 fordert daher vom Deutschen Bundestag eine Modernisierung des Petitionsrechts. Damit sollen mehr Dialog und mehr digitale Bürgerbeteiligung möglich werden.

War da nicht was – im Hinblick auf die ärztliche Versorgung im Altlandkreis Ebern und Umgebung?

Zur Unterschriftensammlung

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„TECHNISCHE STÖRUNG“  Marktplatz Ebern  • Was ist denn hier passiert?

„Gestörte“ Telefonzelle ist weg

Telefon-Symb
EBN-Telefonhaeuschen-kap
Abgebildet: Öffentliche Telefonzelle am Marktplatz in Ebern, Aufnahme vom 18. Juni 2017

Der Holodeck-Beamer, der in die einzig verbliebene Telefonzelle von Ebern bisher ein real funktionierendes Münzfernsprechtelefon projiziert hatte, wurde doch nicht wie vermutet repariert. Im Oktober 2017 wurden die Reste der einstigen Telefonzelle einfach sang-, klang- und ersatzlos demontiert und weggeschafft.

Somit ist in Ebern aushäusiges, kabelgebundenes Telefonieren nicht mehr möglich. Übrigens dürften bei einem Stromausfall Handys nutzlos sein, weil die Mobilfunkantennen keinen „Saft“ bekommen, sofern sie nicht mit Akkus (wie das Festnetz) notgespeist werden können. Was klebte doch früher an den Telefonzellen: „Schütz dieses Telefon. Es kann Leben retten. Auch Deines!“ 
(ibg, 19.6.2017, aktualisiert 16.10.2017)

EBN-Telefonhaeuschen-intakt
Archivaufnahme: Am 22. April 2017 war das Telefon noch im Häuschen

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STROM  Netzausbau  • Was ist dran am Netzentwicklungsplan 2030?

Riesenleitung im Burgenwinkel?

Strommast-Ebern

Möglich, dass der Ausbau von Überlandleitungen (wieder) zum Thema im nördlichen Altlandkreis Ebern wird. Auch möglich, dass das Ganze kein Thema (mehr) wird. Was die neuen Stromautobahnen angeht, so lässt sich momentan eines sicher sagen: Für ein Verfahren mit Bürger­beteiligung erscheint vieles ziemlich unübersichtlich.

Apropos Bürgerbeteiligung: Vom 31. Januar 2017 bis zum 28. Februar 2017 lief ein sogenanntes „Konsultationsverfahren“, mit dem Institutionen und Bürger/innen zum Netzent­wicklungsplan 2030 Stellung beziehen konnten. Wie das gehen sollte, stand im „Konsultationsleitfaden“ (PDF-Download von netzentwicklungsplan.de).

Der Haken dabei: „Die konkrete Planung von geografischen Verläufen der Stromleitungen und genauen technologischen Lösungen war nicht Gegenstand der Netzentwicklungspläne und damit auch kein Thema der Konsultation.“ (O-Ton Konsultationsleitfaden). Ach ja.

Ein bisschen konkreter wurde man dagegen in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels und Kronach, wie ein Blick ins Regionalportal „infranken.de“ zeigt. Dort hatten sich Lokalpolitiker mit dem Thema auseinandergesetzt.

So titelte die für Coburg zuständige Redaktion: „Coburger Land droht weitere Stromtrasse“, die Lichtenfelser meinten: „Monster-Masten durch den Landkreis stehen noch zur Diskussion“ und die Kronacher fragten bange: „Geht die Stromtrasse nun durch den Landkreis Kronach?“

Und immer ging und geht es um die beiden Stromtrassenvarianten „P 44“ und „P 44 mod.). „P 44“ ist im Netz­ent­wicklungs­plan der Name für eine Höchstspannungsleitung von Schalkau bei Coburg nach Grafenrheinfeld. Der Zusatz „mod.“ steht für modifiziert.

Die Trassenvariante „P 44 mod.“ würde im Gegensatz zur „P 44“ nicht durch den Altlandkreis Ebern führen.

Stellungnahme auf den letzten Drücker

Nachdem in unseren einheimischen Gefilden offenbar bisher kaum einer eine Meinung zum Netzentwicklungsplan 2030 offenbaren mochte, warteten die geneigten Leser/innen lange auf eine entsprechende Berichterstattung.

Am 16. Oktober 2017 konnte dann infranken.de mitteilen, dass sich der Kreistag Haßberge „am letzten Tag der Einspruchsfrist … gegen den Bau einer weiteren 380-kV-Stromtrasse“ ausgesprochen haben soll. Tatsächlich hatte es nämlich ein weiteres Konsultationsverfahren gegeben, das am 16.10.2017 endete. Im Konsultationsverfahren konnten nur „Stellungnahmen“ abgegeben werden.
(ibg, aktualisiert 17.10.2017)

Medienchronik 
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MEDIEN  Kritik  • „Der Spiegel“ spart den „Fränkischen Tag“ nicht aus

Medien in den Medien

Medien-Zeitung-Ansicht-03
Abgebildet: Der „Fränkische Tag“ wird im Spiegel (41/2017, S. 16) erwähnt

„Die unheimliche Macht – Wie ARD und ZDF Politik betreiben“, so lautete der Titel des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ vom 7. Oktober 2017 (41/2017). Ob die Öffentlich-Rechtlichen dann tatsächlich auch Politik betreiben, darüber kann sich nach Lektüre des Spiegel-Artikels jeder sein eigenes Bild machen.

Hier soll von Interesse sein, dass der Spiegel (neben sich selbst, den Öffentlich-Rechtlichen und anderen Medien) auch den Fränkischen Tag (FT) angesprochen hat.

Hintergrund: Das Nachrichtenmagazin zitierte Stefan Raue, den Intendanten des Deutschlandradios, mit den Worten, „dass die Qualitätsmedien vom hohen Ross der alten Herrlichkeit heruntermüssen“. Was wohl der FT dazu meint?
(ibg, 12.10.2017)

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MEDIEN  Tageszeitung  • Haßfurt • Übernahme

Zeitungslandschaft im Wandel?

Hassfurt-Brueckenstrasse
Abgebildet: Brückenstraße in Haßfurt

Laut Webseite DNV online (18.9.2017) hat das Bundeskartellamt die Übernahme des Haßfurter-Tagblatt-Verlags durch die Würzburger Mediengruppe Main-Post genehmigt. Mit der Tageszeitung „Bote vom Haßgau“ erscheint bereits ein Titel der Main-Post im Landkreis Haßberge. Nun dürften sich die Leser/innen fragen, ob beide Zeitungsausgaben getrennt fortgeführt oder zusammengefasst werden.

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INTERNET  Netzausbau  • Im Vergleich zur Weltspitze

Deutsches Internet zu lahm

Infografik: Deutsches Web zu langsam für die Weltspitze | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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NACHLESE  Ebern  • Rummel ohne Bratwurst

Zur Eberner Kirchweih

Ebern-Rummelplatz-Kirchweih
Abgebildet: Rummelplatz in Ebern (Aufbauphase), 2017
Historische Bilder vom Schaustellerbetrieb zeigt die Webseite Swingtime-One-Tour.de.tl


Hersbruck-Rummelplatz
Zum Vergleich, abgebildet: Rummelplatz in Hersbruck, 2017

Lange vorbei sind die Zeiten, zu denen in Ebern dreimal im Jahr ein Vergnügungspark aufgebaut worden war: Nach Ostern zum Frühlingsfest (gibt es nicht mehr), Pfingsten zur Eberner Festwoche (es gibt sie längst nicht mehr) und zur Kirchweih im September (die gibt es noch). Wenn es ganz toll kam, gastierte sogar zeitgleich ein Zirkus am anderen Festplatz am alten Schwimmbad.

Auf dem alljährlich gleichen Werbeplakat des Frühlingsfestes war stets ein Riesenrad abgebildet, das jedoch Ebern niemals zu Gesicht bekommen hatte. Trotzdem wartete der Frühlingsrummel mit den meisten Fahrgeschäften (mit Schiffschaukel) auf. Zum Abschied wurde, bis auf die letzten Jahre des Bestehens, ein Großfeuerwerk gezündet. 

Die interessantesten Fahrgeschäfte waren zur Eberner Festwoche gekommen (z.B. das heute verpönte Ponykarussell), und traditionell war die Kirchweih am dünnsten beschickt worden (meistens ohne Schiffschaukel).

Das, was Ebern am Rummelplatz zu bieten hatte, wurde von den Jahrmärkten im Altlandkreis leicht überboten. Man denke an die legendäre Altensteiner Kirchweih (mittlerweile ohne Rummelplatz), an Reckendorf und Pfaffendorf, und noch heute übertrumpft das Angebot am Rentweinsdorfer Planplatz den Festplatz in Ebern um Längen.

Der jüngste „Einbruch“ bei der Eberner Kirchweih: Sie musste heuer ohne Bratwurststand am Rummel auskommen. Nicht, dass es an der fehlenden Bratwurst gelegen hätte, aber wenn jedes Jahr ein Stückchen wegfällt, bleibt bald gar nichts mehr übrig.
(ibg, 18.9.2017)

Rumm-Karus
Aus dem ibg-Bildarchiv

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STATISTIK  Bundestagswahl 2017  • „Nebeneinkünfte“ von Politikern

Wenn die Kasse klingelt

Infografik: Außerparlamentarische Einkünfte | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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SCHIENE  Investitionsbedarf  • Deutschland investiert zu wenig

Investitionsstau beim Schienennetz

Bahn-Gleis-Ende
Infografik: Schienenaffine Schweizer | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die Grafik zeigt: Im Vergleich zur Schweiz, Österreich und anderen europäischen Ländern investiert Deutschland viel zu wenig in sein Schienennetz.

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WISSEN  Autofahrer  • Wie die Rettungsgasse gebildet wird

An die Rettungsgasse denken

Infografik: So wird die Rettungsgasse gebildet | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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GESCHICHTE  Cadolzburg  • Fast zum Deutschen Burgenmuseum geworden

Reise ins Mittelalter

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Bild: „Burg Cadolzburg“, Simon Koopmann, Lizenz: CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Am 24. Juni 2017 wurde die Cadolzburg nach einem 72 Jahre dauernden Dornröschenschlaf wiedereröffnet. Von dieser Burg aus startete das vermutlich wichtigste Herrschaftshaus der deutschen Geschichte seinen Weg nach ganz oben: die Hohenzollern.

Nachdem die Hohenzollern ihren Herrschaftsschwerpunkt von der Nürnberger Burg auf die nahegelegene Cadolzburg verlegt hatten (die Bürger waren schon damals nicht einfach), begann die 500-jährige Herrschaft der Hohenzollern in Brandenburg.

Denn: Auf dem Konzil von Konstanz ernannte König Sigismund am 18. April 1417 (Julianischer Kalender) den vormaligen Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. zum Kurfürsten der Mark Brandenburg.

Mehr zum Thema bei Sueddeutsche.de

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ASTRONOMIE  Sommersonnenwende  • Sommer: Die Tage werden wieder kürzer

Seit Mittwoch geht’s wieder bergab

Anagoria Sonnenuntergang Namib
Bild (unverändert): „Sonnenuntergang in der Namib Wüste, Namibia“,
Anagoria, Lizenz: CC BY 3.0, via Wikimedia Commons


Weihnachten naht: Am 21. Juni um 21:30 Uhr ging auch in Ebern der längste Tag des Jahres 2017 zu Ende. Dabei wurde es allerdings nicht schlagartig dunkel, sondern nach dem Sonnenuntergang dauerte die Abenddämmerung noch bis 22:15 Uhr.

Mit der Sommersonnenwende am 21. Juni 2017 erreichte die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren höchsten Stand über dem Horizont. Damit herrschte nicht nur der längste Tag, sondern auch die kürzeste Nacht des Jahres. So dauerte der längste Tag in Ebern 16 Stunden, 23 Minuten und 8 Sekunden.

Da die Uhrzeit des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs vom jeweiligen Ort abhängig ist, dauern die Tage im Sommer unterschiedlich lang, im Norden länger als im Süden.

Am 21. Juni 2017 dauerte der Tag in Maroldsweisach 16 Stunden, 24 Minuten und 11 Sekunden, in Baunach 16 Stunden, 22 Minuten und 2 Sekunden.

Passend zur Sommersonnenwende sei der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) mit einem Zitat erwähnt, aus „Also sprach Zarathustra“:
„Alles geht, Alles kommt zurück; ewig rollt das Rad des Seins.“

Frei nach Nietzsche hatte der Komponist Richard Strauss (1864 – 1949) mit „Also sprach Zarathustra“ (Op. 30) eine Hommage an den Philosophen geschaffen, eine Tondichtung, die manche vielleicht als Filmmusik zu „2001 – Odyssee im Weltraum“ kennen.

Eingebettetes Youtube-Video

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MITTELALTERMARKT 2017  Ebern  • Buden- und Zeltzauber an der Stadtmauer

Mittelalter in Ebern

Mittelaltermarkt-Ebern
Zelt an der Stadtmauer

Am dritten Wochenende im Juni wurde in Ebern zum fünften Mal der Mittelaltermarkt abgehalten. Wie bisher schon, fand der Markt wieder im Bereich des Grauturms und entlang der Stadtmauer statt.

Das bunte Treiben startete am Samstag, 17. Juni 2017, um 13:00 Uhr. Um 15:00 Uhr zogen die Ratsdamen und -herren mit dem Bürgermeister ein. Am Sonntag, 18. Juni 2017, wurden die Pforten um 18:00 Uhr geschlossen.

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VIDEO  Hallenbad Ebern  • DLRG Schonungen hat gefilmt

So schaut’s drinnen aus

Eingebettetes Youtube-Video

Noch nie im neuen Hallenbad in Ebern gewesen? Vom 20. Mai auf den 21. Mai 2017 fand dort das 1. Eberner 24-Stunden-Schwimmen statt. Darüber hat die DLRG Schonungen ein Video gedreht und bei Youtube eingestellt. Damit kann sich jetzt jeder einen Eindruck über das Innere des Hallenbades verschaffen. Das Wichtigste aber: Zu sehen ist die Freude der Schwimmer/innen an ihrem Sport. 274

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BEHÖRDEN • Ebern hat das siebtschnellste Finanzamt Deutschlands

Schnelles Finanzamt Ebern

Infografik: Die schnellsten Finanzämter Deutschlands | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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WETTER • Aber in Franken ist es trockener

Rainy Days Never Say Goodbye

Infografik: Die regenreichsten Städte Deutschlands | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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HUMOR WIDER WILLEN • Da ist der Wurm drin

Literarische Glanzpunkte

Youtube-Link

Youtube:  „Wie man Breitbrunn auf Deutsch ausspricht?“

Screenshot-Grenze 6.6.2017
Bildschirmfoto Smartphone, Anlesetext der Mainpost vom 6.6.2017

Vatertag-2017
Bild: Aufsteller vor einem Hotel am 25.5.2017

Screenshot 2017-05-25
Bildschirmfoto Smartphone, Anlesetext der Mainpost vom 25.5.2017

Ohne Worte

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KRANKENHÄUSER  Hofheim i.UFr. schließt  • Klinik-Pläne vorgestellt

Angriff auf Gesundheitsversorgung

Botschaft-Krankenhaeuser

15. Mai 2017, 17:05 Uhr – die erste Hiobsbotschaft aus Hofheim i.UFr. veröffentlichte die Mainpost: „Krankenhaus Hofheim macht zu – Das Aus auch für die Geburtshilfe“ in Haßfurt. – Dem Krankenhaus Ebern stünden „gravierende Umstrukturierungen“ bevor.

Wie allerdings diese aussehen sollen, ist ungewiss, denn ein „Zukunftskonzept“ für das Eberner Krankenhaus solle erst bis zum April 2018 erarbeitet werden.

Lesen Sie dazu unser Spezial!

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KRANKENHAUS  Ebern  • Wie sicher ist der Klinik-Standort Ebern?

Zurück in die Zeit vor 1912?

Waldemar Titzenthaler - Berliner Unfall- und Rettungswachen
Bild: „Berliner Unfall- und Rettungswagen“ via Wikimedia Commons,
Waldemar Franz Hermann Titzenthaler, gemeinfrei, Public Domain


Gegründet als Distriktskrankenhaus für die Distrikte Ebern und Baunach, wurden im Jahre 1912 die letzten Arbeiten für das neue Krankenhaus abgeschlossen. 1910 konnten schon Patienten behandelt werden. Als Bauplatz wählte der Distriktsrat das damalige Uhlmann’sche Grundstück aus.

Seit etwa einem Jahr schien über der Zukunft des Eberner Krankenhauses ein Da­mo­k­les­schwert zu hängen. Doch dann wurden am 15. Mai 2017 konkrete Pläne veröffentlicht.

Rückblick: Im Jahr 2012 feierte man „100 Jahre Krankenhaus Ebern“, vgl. Neue Presse vom 11.10.2012.

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STATISTIK  Banken  • Wo Geldabheben Geld kostet

Geld abheben mit Gebühren

Infografik: Wo Kunden fürs Abheben von Bargeld zahlen | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Gab es nicht schon lange ein Urteil, nach dem Gebühren fürs Ein- und Auszahlen als unzulässig erklärt worden waren? Das gehört wohl in die Vergangenheit. Aber bei der Verbraucherzentrale nachzulesen, lohnt sich in jedem Fall.

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GESUNDHEIT  Allergien  • Die Pollenflug-Saison für Allergiker hat begonnen

Pollenflugkalender

Infografik: Pollenflugkalender | Statista
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POLITIK  Bürger  • In vielen Städten sorgt „Rats-TV“ für Transparenz

„Rats-TV“ für mehr Transparenz

Rathausdachreiter-Ebern
Abgebildet: der Dachreiter auf dem First des Eberner Rathauses

Manchmal sind Stadtratsentscheidungen nicht unumstritten. Etwa, wenn es um neue Verkehrskreisel, den Windpark am Tonberg oder auch nur schlicht um die Parküberwachung geht. Dann wünschte man sich, man hätte die Stadtratssitzung selber gesehen.

Aber öffentliche Stadtrats- oder Gemeinderatssitzungen ziehen meist nicht viele Besucher an. Ein Optimist würde sagen: Die Bürger/innen fühlen sich eben gut durch den Stadtrat vertreten. Doch ist dies die wahre Ursache für leere Besucherstühle? – Vielleicht ist es eher so: Mancher Bürger bekommt von den Sitzungen gar nicht viel mit und verfolgt das Geschehen meistens nachher in der Zeitung. Und natürlich kommt es auf die Themen und Entscheidungen an, die – je nach Interesse – jemand befürwortet oder ablehnt. Dazu kommt: Für Berufstätige kann selbst die abends anberaumte Sitzung zeitlich ungünstig liegen.

Wie können also Bürger/innen, die keine Zeit haben, den Ratssitzungen trotzdem beiwohnen, Einblicke in die politische Arbeit bekommen? Welche Teilhabemöglichkeiten gibt es für die Bürger/innen, und kann der Stadtrat seine Arbeit transparenter und offener gestalten?

Ein Versuch: Geben wir in einer Suchmaschine die Begriffe „Stadtrat“, „Sitzung“ und „Livestream“ ein. Ergebnis: Tatsächlich werden Stadtratssitzungen im Internet in Echtzeit übertragen. Die Videos bleiben sogar eine Zeit lang in Mediatheken, damit man sie sich auch später noch online ansehen kann.

In der Ergebnisliste der Internetsuche stehen – wie zu erwarten war – größere Städte ganz oben: Dresden, Jena, München, Ingolstadt, Erfurt, Chemnitz, Leipzig, Braunschweig, Regensburg, Passau. Einige senden Bild und Ton, andere nur den Ton (Audio-Livestream). Das Erstaunliche: Auch kleinere Städte übertragen ihre Stadtratssitzungen im Internet: Pfaffenhofen, Burglengenfeld oder Mühlhausen in Thüringen.

Die nächsten Live-Übertragungen:

Pfaffenhofen, Donnerstag, 1. Juni 2017, ab 17:00 Uhr
Burglengenfeld, Mittwoch, 25. April 2017, ab 18:00 Uhr

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RECYCLING  Gewusst wie  • Kleinen Elektro-Schrott gelb entsorgen

Die kleine Gelbe Tonne

Briefkasten-unscharf

Die Kreisräte im Landkreis Haßberge orakeln noch über die Einführung oder die Nicht-Einführung der Gelben Tonne und halten sich an den Wiener Burgtheaterdichter Franz Grillparzer: „Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat. Da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung: Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluss.“

Die Realität war zumindest in einem Teilbereich schneller: Alte Handys, Computerbauteile, leere Druckerpatronen und kleineren Elektroschrott kann man bereits in einem gelben Kasten entsorgen, und zwar dem Briefkasten. Sagt zumindest die Webseite der Deutschen Post

Passt nämlich der Elektro-Kleinschrott in einen Maxibrief, dann muss man nur die kostenfreie Electroreturn-Versandmarke aufkleben und den Umschlag in den nächsten Briefkasten werfen oder zur Postfiliale bringen. Der Maxibrief ist höchstens 5 Zentimeter dick und maximal ein Kilogramm schwer. 

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ZÄSUR  Abriss und Neubau  • Investitionen in Eberner und Baunacher Schulen

Gymnasium: Neubau statt Sanierung

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Abgebildet: das Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern

Der Kreistagsausschuss für Bau und Verkehr hat am 22. März 2017 entschieden, dass das Gymnasium Ebern abgerissen und komplett neu gebaut werden soll. Der Kreistag folgte am 27. März 2017 dem Beschluss des Bau- und Verkehrs-Ausschusses. Die veranschlagten Kosten in Höhe von 26 Millionen Euro für den Neubau entsprächen etwa den Ausgaben für eine (nun verworfene) Generalsanierung des bestehenden Gebäudes.

1969 beschloss der Kreistag des Landkreises Ebern, ein Gymnasium zu errichten. Schon vor Bezug (im Jahr 1972) des damals revolutionär verschachtelten Neubaus wurden die ersten Klassen in der Realschule und in der Berufsschule unterrichtet. Seit 1987 heißt die Schule Friedrich-Rückert-Gymnasium.

Das auf einer Anhöhe stehende Gebäude aus den 70er-Jahren ist für das südöstliche Stadtgebiet ortsbildprägend und müsste architektonisch wahrscheinlich dem Brutalismus zugerechnet werden. Ein Architekturstil, der etwa ab Mitte der 50er- bis in die 70er-Jahre hinein verbreitet war. Der Name hat nichts mit „brutal“ zu tun, sondern leitet sich vom französischen „béton brut“ ab und bedeutet „roher Beton“ bzw. Sichtbeton, der nicht verputzt oder verkleidet wird. Der gelbe Farbanstrich wurde erst später im Rahmen von Sanierungsarbeiten aufgetragen.

Auch Baunach muss in Schule investieren

In der Stadt Baunach steht die Sanierung der Grund- und Mittelschule an. Nach vorläufigen Berechnungen sollen 3,5 Millionen Euro in die Schule investiert werden. Die Instandsetzung soll in Abschnitten (Teilsanierung) erfolgen und in drei Jahren abgeschlossen sein. In den Pfingstferien werde zunächst mit dem Einbau einer neuen Heizung begonnen. Unter anderem soll auch ein Aufzug eingebaut werden, der für Barrierefreiheit sorgt.


22.3.2017 – infranken.de
„Das Eberner Gymnasium wird neu gebaut“

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HEIMAT  Zukunft  • Was muss passieren, damit Jugendliche hier bleiben?

Zur Zukunft unserer Heimat

Baunach-Marktbrunnen
Abgebildet: der Marktplatz in Baunach (Fotomontage)

Wie sieht die Zukunft in unseren Dörfern und Kleinstädten aus? Werden die Bevölkerungszahlen so drastisch zurückgehen wie in die Zukunft projiziert? Wandern immer mehr junge Menschen ab? 

Jugendliche, die nach dem Schulabschluss in ihrer Heimat bleiben? Geht das? Welche Vorteile gibt es im Ort, aus dem man kommt? Ist die Bindungskraft groß genug? Was fehlt? Wie müssten die Bedingungen sein, damit mehr junge Leute hier bleiben und nicht in die Ballungszentren abwandern?

Wer sich mit diesen Fragen befassen möchte, kommt um den Begriff „Heimat“ nicht herum.

Grundbedingungen

An einigen Grundbedingungen aber ist nicht zu rütteln: Fehlende Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie eine schlechte Infrastruktur sind Killer Nummer eins für das Leben auf dem Land. Langsame Internetverbindungen per Kabel und (Smartphone-)Funk frustrieren nicht nur junge Leute, die sich zudem wegen fehlender öffentlicher Verkehrsverbindungen von ihren Eltern fahren lassen müssen. 

Freizeitmöglichkeiten beschränken sich vielerorts auf eine Mitgliedschaft im Sportverein, im Musikverein oder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Angebote, die zwar zur Grundausstattung einer Gemeinde gehören, aber Jugendliche fühlen sich in der Regel von diesem schmalen Spektrum wenig angesprochen.

Dabei gibt es gute Gründe, in der Heimat zu bleiben. Vertrautheit, Berechenbarkeit, Orientierung, Sicherheit, eine idyllische Landschaft, wenig Kriminalität, zwischenmenschliche Kontakte und der zumindest mancherorts noch vorhandene Zusammenhalt im Dorf. Nur, das reicht bei weitem nicht.

Es braucht Belebung

Es braucht mehr Möglichkeiten: belebte Ortskerne mit Geschäften, in den Kleinstädten auch Bars, Kneipen, eine Disco, Treffpunkte für Jung und Alt, gute Bildungsangebote, breit gefächerte Veranstaltungen, unterschiedliche Freizeitangebote, eine freundliche und transparente Verwaltung und ein ansprechendes Ortsbild. Kurz: Eine hohe Lebensqualität, die Jugendliche (und Erwachsene) letzten Endes dazu motiviert, sich selbst an neuen Projekten zu beteiligen.

Bloße Appelle, in der Heimat zu bleiben, können nur verhallen. Eine wichtige Rolle spielt nämlich auch die Politik. Denn oft genug können Verbesserungen nicht oder nur halbherzig umgesetzt werden, was Enttäuschung und Verdrossenheit fördert.

Wer wegzieht, hat kaum noch Hoffnung, dass es in seiner Heimat grundlegend anders wird. Damit schmilzt nicht nur die Einwohnerzahl zusammen, sondern auch ein Idealbild der Heimat, die Vorstellung, wie großartig sie sein könnte.

Heimat ist ein Bedürfnis

Heimat, das ist nicht nur die Bindungskraft an eine Region oder einen Ort, sie ist Gefühl, sie verspricht uns auch eine Sehnsucht nach einem Zustand, wie er noch nicht ist. Der Begriff Heimat weckt Erinnerungen und verspricht Zukunft. Heimat ist ein Bedürfnis, vielleicht sogar ein Grundbedürfnis.

Für die einen ist Heimat da, wo sie herstammen, für andere möglicherweise dort, wo sie hingehen. Richtig ins Bewusstsein tritt Heimat aber erst im Fall des Verlusts.

Wer noch nie eine Heimat hatte, findet sie vielleicht irgendwo. Nach Heimat zu fragen ist auch eine Frage nach der eigenen Identität. Wer bin ich? Wo komme ich her? Was mache ich? Wo will ich hin? Wissen wir das noch? Heimat heißt, seine Mitte zu haben, einen festen Ausgangspunkt, der nicht infrage gestellt wird, für die Ausflüge ins Leben.

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BURGENWINKEL  Tourismus  • „Von Burg zu Burg“

Burgen warten auf mehr Besucher

Heldburg
Abgebildet: die „Fränkische Leuchte“, Veste Heldburg

Seit 2015 arbeiten das Burgeninformationszentrum Altenstein, die Veste Heldburg (mit dem erst im September 2016 eröffneten Deutschen Burgenmuseum) sowie die Veste Coburg auf dem Gebiet der Touristik zusammen. Mit dem gemeinsamen Projekt „Von Burg zu Burg“ sollen die Themen Burg und Mittelalter potenziellen Touristen nahegebracht bzw. Touristen angelockt werden. Dazu gibt es ein Leporello, betitelt mit „Burgen erkunden & erleben“, sowie weiteres Werbematerial wie neue Plakate und Werbeständer. Das Leporello ist bei den Touristen-Informationsbüros der Region erhältlich.

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BUSLINIE 956  Fahrplan-Komfort  • Ebern – Maroldsweisach

Keine Auskunft unter dieser Nummer

Bus-OEPNV

Die Öffentlichkeit hat noch nicht viel davon mitbekommen, doch das Angebot des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im nördlichen Altkreis Ebern dürfte sich inzwischen kaum verbessert haben. Auf unserer Lokalseite „Im Weisachgrund“ schrieben wir 2016 (noch einigermaßen hoffnungsfroh):

Eine bessere Busanbindung des Weisachgrundes dürfte – wenn überhaupt – vermutlich noch mindestens bis Herbst 2016 auf sich warten lassen, denn auf den Internetseiten des zuständigen Landratsamtes heißt es unter Aktuellem: „Die Konzession der Linie 956 (Bamberg – Ebern – Maroldsweisach) endet zum 31.08.2016.“

Die Linie 956 besteht immer noch, allerdings wird diese nicht mehr von der Bahntochter Frankenbus (OVF) betrieben. Die Folge: Die Fahrten sind im Online-Auskunftsportal der Deutschen Bahn nicht mehr abrufbar. Derzeit konnten wir den Linienfahrplan im Internet nur hier entdecken (PDF-Download). Fahrten am Wochenende fehlen im Fahrplan gänzlich. Offenbar wurden sie abgeschafft.

Ein gewaltiger Service-Rückschritt in die Vergangenheit. Nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für den Tourismus im Burgenwinkel ein großer Nachteil. Hier muss nachgebessert werden, ohne die hierzulande üblichen langen Wartezeiten.

Gretchenfrage: Gilt denn das Bayernticket noch bis Maroldsweisach? – Im Bus der Linie 8168 nach Hofheim i.UFr. jedenfalls nicht mehr, schrieb die Mainpost am 22.2.2017. Auch dort fährt auf der Strecke nicht mehr der Frankenbus, sondern ein anderes Busunternehmen. Mit einem Fahrplan im Internet, den man erst vergrößern muss, um ihn lesen zu können.
(ibg, 23.2.2017)

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NACHSCHLAGEWERK  Ländliche Entwicklung  • Zahlen, Daten, Fakten

Interaktiver Landatlas

Landschaft-Altkreis-Ebern

BMEL, eine neue Margarine? Nein, die Abkürzung für Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Im Internet unter bmel.de zu erreichen. Interessiert deshalb, weil das BMEL einen interaktiven Landatlas in Auftrag gegeben hat. Wiederum entwickelt vom Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei – kurz Thünen-Institut. Dieses gehört zum Geschäftsbereich des BMEL.

Der Landatlas bereitet statistische Daten zur sozialen, demographischen und wirtschaftlichen Situation so kleinräumig wie möglich auf und soll regelmäßig aktualisiert werden. Damit fungiert dieses interaktive Kartenwerk als Informationsportal, und letzten Endes dient es auch als Grundlage für politische Entscheidungen.

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INTERNET  Immobilienportale  • Schon wieder ein neues Portal

Welches Portal soll ich nehmen?

Immobilien

Die Immobilien-Portal-Entwickler haben wieder zugeschlagen. Für die offenbar unersättlichen Fans von Immobilien-Portalen steht seit kurzer Zeit eine weitere entsprechende Webseite online. Das verkündet das Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern vom 27. Januar 2017 auf Seite 5. 

Das neue Portal, das der Landkreis betreibt, wurde mit Mitteln aus dem „LEADER“-Programm finanziert und soll – so wörtlich – „die Zukunft der Gemeinden und Städte im Landkreis sichern“.

Schon seit Ende Oktober 2016 wirkt die Verwaltungsgemeinschaft Ebern am privaten Immobilienportal „KIP“ mit. Das Kürzel steht für „kommunales Immobilienportal“.

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BADEANSTALTEN  Nürnberg  • Auch Nürnberg diskutiert übers Hallenbad
Video-Link

Comeback für das Volksbad?

Volksbad Nuremberg Hall 1
Bild (unverändert): „Foto of swimming hall of Volksbad in Nürnberg“,
user:UlrichAAB, Lizenz: CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons


Nicht nur in Ebern bewegt(e) ein Hallenbad die Gemüter. In Nürnberg wird immer wieder über das alte Volksbad diskutiert. Der Jugendstilbau mit drei Schwimmhallen wurde im Jahr 1914 eröffnet und kostete damals 1,8 Millionen Mark. Seit 1994 ist das Bad geschlossen, weil die Stadt die Renovierungskosten nicht aufbringen wollte bzw. konnte.

Das Franken-Fernsehen berichtete am 29. Januar 2017 über eine „neue Hoffnung für das Volksbad“. Der Nürnberger Stadtrat wolle nun in einer Studie überprüfen lassen, ob eine Neueröffnung möglich wäre. Vorläufige Kostenschätzung: 30 bis 40 Millionen Euro.

In Nürnberg wurde das Volksbad im Zweiten Weltkrieg zu 70 Prozent zerstört, danach aber bis 1959 wieder aufgebaut.

Heute gibt es in Deutschland nur noch wenige erhaltene Volksbäder, wie z.B. das Müller’sche Volksbad in München. Im ehemaligen Bamberger Stadtbad befindet sich heute die Tourist-Information, vom einstigen Coburger Alexandrinenbad steht heute nur noch das Eingangsgebäude.

Video-Link

Franken FS:  Mediathek – „Neue Hoffnung für das Volksbad“

Video-Link

BR („quer“):  Youtube – „Nürnberger kämpfen für ...“ (3.3.2016)

Video-Link

SW//M:  Youtube – „Müller’sches Volksbad in Haidhausen“

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DIALEKT  Platzhaltertext  • Es gibt sogar einen fränkischen Textgenerator

„Lorem ipsum ...“

Platzha-Cart

Manchmal trifft man im Internet auf vermeintlich lateinische Sätze, die mit „Lorem ipsum …“ beginnen. Doch es geht nicht um irgendeinen Sinn und Inhalt dieser Wörter. Sie sollen einfach eine Platzhalterfunktion ausüben, um einen „Text“ zu haben, mit dem ein Webseiten-Gestalter das Layout überprüfen kann. Um schnell an einen solchen „Blindtext“ zu gelangen, kann man sich im Internet verschiedener Textgeneratoren bedienen.

Eine nette Alternative zu den „Lorem-ipsum“-Generatoren ist das aus Gößweinstein (Altlandkreis Pegnitz) stammende „Frankenipsum“. Dessen Textmodule sind dann mit so schönen fränkischen Ausdrücken wie „Keeszibfl“, „Schabraggn“, „Affnhidz“, „Grawallschachdl“, „verregds Glumb“, „Subbmkaschber“, „Quadradlaschdn“ und „Alde Waafn“ gespickt.

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STATISTIK  Einwohnerzahlen  • Daten für den Altkreis Ebern und die Region

Das Auf und Ab der Einwohner

Baunach1721
Bild: via Wikimedia Commons, Elias Daniel Süssen, Public Domain

Das Bayerische Landesamt für Statistik hat die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes veröffentlicht. In der hier dargestellten Tabelle sind neben den Einwohnerzahlen zum 31.12.2015 die Veränderungen in absoluten Werten angegeben. Im Jahresvergleich 2015 mit 2014 hat zum Beispiel Breitbrunn 39 Einwohner gewinnen können, im Vergleich mit dem Jahr 2010 konnte die Gemeinde um 41 Einwohner zulegen.

Ebern hatte im Jahr 2015 ein Plus von 143 Einwohnern gegenüber dem Jahr 2010. Dagegen sieht die Situation für Maroldsweisach ungünstig aus. In der weiteren Nachbarschaft verzeichneten Bad Königshofen (-873) und Mellrichstadt (-245) einen besonders hohen Rückgang an Einwohnern im Vergleich zum Jahr 2010.

Einwohnerzahlen31.12.2015 2015 - 2014 2015 - 2010
Baunach4005 -11 63
Breitbrunn1092 39 41
Burgpreppach1406 -4 10
Ebelsbach3805 69 4
Ebern7408 77 143
Gerach925 14 -43
Kirchlauter1318 -14 -63
Königsberg i.Bay.3596 -32 -61
Lauter1151 -2 16
Maroldsweisach3339 -57 -235
Pfarrweisach1487 5 -62
Rattelsdorf4592 -34 114
Reckendorf2047 24 49
Rentweinsdorf1561 -12 -15
Seßlach3962 -7 -102
Untermerzbach1696 -3 -17
      
Zum Vergleich:     
Bad Königshofen i.Gr.6034 50 -873
Breitengüßbach4513 -60 -159
Eltmann5280 43 15
Ermershausen573 -16 -46
Hofheim i.UFr.5143 49 169
Itzgrund2286 2 -17
Kemmern2595 66 17
Mellrichstadt5563 3 -245
Scheßlitz7176 60 97
Zeil a.Main5597 22 -83

Die komplette Statistik für Bayern ist unter dem Link des Bayerischen Landesamtes für Statistik einsehbar.

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STATISTIK  Pflege  • Daten für Deutschland

Pflegefakten

Seit 1. Januar 2017 greift das Pflegestärkungsgesetz II. Damit änderten sich die Vorgaben zur Einstufung in die Pflegebedürftigkeit. Aus bisher drei „Pflegestufen“ wurden fünf „Pflegegrade“.

» Pflegewissen von A bis Z bei Pflegestaerkungsgesetz.de

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WETTBEWERB  Neuer Kreisel  • Stadt Ebern sucht Ideen für Kreiselinsel

„Gestalten Sie den Kreisel!“

Kreisel-Bau-Ebern

Die Stadt Ebern hat zu einem Schüler-Wettbewerb aufgerufen, wie der neue Kreisverkehrsplatz an der Coburger-/Gymnasiumstraße gestaltet werden könnte. Die Teilnahmevoraussetzungen wurden im Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebern veröffentlicht. Hier der Link zum PDF der VG (Download). Bis zum 4. April 2017 sollen die Vorschläge bei der Stadt eingegangen sein.

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TOURISMUS  Bilder  • Wer kennt unsere Panoramastraße?

Entlang der „Wanderroute 041“!

Urlaub-Logo

Wenn es um Jahresrückblicke geht, dann darf das Thema „Tourismus“ nicht fehlen. Die Übernachtungszahlen sind im Jahr 2016 gestiegen, in unserer Region (wie auch in anderen) um etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Zuge eines freudigen Überschwangs hat man stante pede das örtliche Tourismus-Logo mit aufgemalten Riesenweintrauben bereichert, was allerdings für den Altkreis Ebern mangels Weinbau weniger zündet.

Die Konkurrenz, der Gerstensaft, findet sich zwar als heimisches Gebräu auch nur noch in bestimmten Orten, aber da gibt es für Wanderfreunde die fantastische Webseite „Bierwandern.de, und diese hat sich dann unseres Landstrichs fürsorglich angenommen. Die dort beschriebene Wanderung (W041) von Ebern über Lichtenstein, Heilgersdorf und die Panoramastraße (!) zurück nach Ebern ist üppig mit richtungsweisenden Fotos bebildert. Man könnte sagen, die Seite übt eine gewisse „Vorbildfunktion“ aus.

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BAHNHALT EBERN  Graffiti  • „EAST“ an die Westseite gesprüht

Wer hat an die Wand gemalt?

Graffiti

Mit gelber Farbe wurde der Schriftzug „EAST“ an die Mauer am Bahnhalt in Ebern gesprüht. Wie es dazu kam ist nicht bekannt. Seit dem Neubau des Bahnhaltepunktes musste man eigentlich mit solchen „Verzierungen“ rechnen. Dabei das abschreckende Vorbild in der Anlage, Höhe Sportstudio, vor Augen. Immerhin erstaunlich, dass erst jetzt jemand zur Sprühdose gegriffen hat. Nur die Himmelsrichtung stimmt nicht. Die Mauer steht an der Westseite des Bahnsteigs.

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INTERNETDIENSTE  Social Media und die AGB  • SWR 3 macht aufmerksam

Internetdienste und deren AGBs

Pflaster

In Großbritannien soll mehr als die Hälfte der 12- bis 15-Jährigen bei Instagram sein. Doch verstehen die Jugendlichen auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) solcher Dienste? Der Südwestrundfunk (SWR) macht in einem Beitrag auf die Lage aufmerksam.

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BANKEN  Fusion  • VR-Banken Ebern und Lichtenfels wollen verschmelzen

Bankenfusion beabsichtigt

Bank-Ebern

Die Raiffeisen- und Volksbanken Ebern und Lichtenfels wollen fusionieren. Das berichteten infranken.de und Neue Presse übereinstimmend am 12.1.2017. Die neue Bank soll den Namen „VR-Bank Lichtenfels-Ebern eG“ tragen.

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NEUE RECHTSLAGE  Palisanderholz  • Worauf Musiker achten sollten

Bescheinigung beim Verkauf nötig

Ganz-neu

Das betrifft Musiker/innen, die eine Gitarre oder Geige aus bzw. mit Palisanderholz besitzen: Nach dem 2.1.2017 braucht man entsprechende Papiere, wenn ein Instrument aus dem Tropenholz Palisander gekauft oder verkauft werden soll. Grund dafür ist eine Neuregelung zum Schutz von Bäumen – das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen „Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora“ (CITES).

Damit benötige jede/r Verkäufer/in eines Musikinstrumentes mit Palisander eine sogenannte „Vorerwerbs-Bescheinigung“ der unteren Naturschutzbehörde (Landratsamt). Das teilte das Musiker-Fachmagazin „Gitarre&Bass“ auf seiner Webseite mit.

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BLOG-NEWS  Lokaljournalismus  • Eine Liebeserklärung

Es lebe die Lokalzeitung!

Schaukasten

Kennen Sie die Ruhrbarone? Um es gleich zu sagen: gemeint sind nicht Träger eines Adelstitels. Ruhrbarone, so heißt ein Blog für das Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Warum ich das erwähne? – Weil ich bei den Ruhrbaronen einen Beitrag mit dem Titel „Warum mich der Lokaljournalismus anekelt“ gelesen habe. Nein, nein, mich ekelt Lokaljournalismus überhaupt nicht an. Ganz im Gegenteil. Dann wird wohl die Blog-Autorin, Anna Mayr, davon angeekelt sein? – Auch nicht. Jedenfalls hat es ihr gefallen, diese Überschrift zu wählen. Warum auch immer. Anna Mayr hat eine grandiose Liebeserklärung an den Beruf des Lokaljournalisten geschrieben. So schön, dass ich hier einfach darauf verweisen möchte.

Anna Mayrs Blog-Beitrag bei „Ruhrbarone.de“ 

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NEUE BEHÖRDE  Neue Arbeitsplätze  • Seit 2. Januar 2017 Dienstbetrieb

Landesbaudirektion in Ebern

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Altes Rathaus als Provisorium

Anfang 2016 berichteten örtliche Medien, dass die neu geschaffene Landesbaudirektion ein Provisorium im alten Rathaus von Ebern beziehen würde. Das Versprechen wurde am 2. Januar 2017 eingelöst. Über den endgültigen Standort ist noch nichts bekannt.

Dossier bei infranken.de

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BLOGGER DES JAHRES  Preisverleihung  • Abstimmung erst auf der Gala

Die „Goldenen Blogger“

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Am 30. Januar 2017 wird der Social-Media-Preisder „Goldene Blogger 2016“, im Rahmen eines Gala-Abends in Berlin in über 15 Kategorien verliehen. Hier sind die Nominierten für die „Goldenen Blogger 2016“.

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VERDRÄNGT  Pflegenoten  • Beschönigen leicht gemacht

Was bedeuten die Pflegenoten?

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Symbolbild

Wer weiß schon, wie gut ein Pflegeheim ist? Eine gemeinnützige Organisation hat die meistens sehr guten oder guten offiziellen Pflegenoten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) unter die Lupe genommen.

Die Qualität der Pflege in Heimen geht uns alle an. Wer heute jung und gesund ist, kann Zustände, die nicht in Ordnung sind, noch kritisieren. Wer das aber versäumt, wird es als alter und hilfsbedürftiger Mensch ungemein schwerer haben, noch Gehör zu finden.

Weil die Qualität der Pflege überhaupt undurchsichtig erscheint und gute Pflegeheime nur schwer von weniger guten zu unterscheiden sind, gibt es Pflegenoten vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).

Allerdings bekommen nach Medienberichten fast alle Pflegeheime sehr gute Gesamtnoten. Das wird von verschiedenen Stellen kritisiert, denn: Mit mehreren bestimmten Einzelkriterien, wie z.B. zart gebratenen Schnitzeln, könne der Notendurchschnitt verbessert werden.

„Correctiv“, eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Essen, ist den guten Noten auf den Grund gegangen. Das Motto von „Correctiv“ lautet, Missstände aufzudecken und dabei unabhängig und nicht gewinnorientiert zu sein.

Und so hat „Correctiv“ Informationen zu 13.000 Alten- und Pflegeheimen zusammengetragen. „Wegweiser Pflege“ heißt die entsprechende Unterseite der Homepage von „Correctiv“. Dort kann man den Namen einer Stadt eingeben, man klickt auf „Suchen“ und – wird fündig.

„Correctiv“ hat nach eigenen Angaben „die Prüfberichte des Medizinischen Diensts der Krankenkassen (MDK) aus allen deutschen Pflegeheimen ausgewertet.“

Link, „CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH“: Wegweiser Pflege

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URBANISIERUNG  Demografie  • Eine Chance für den Altlandkreis?

Wider die Landflucht

Grossstadt-Nacht

Wenn immer mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen, nennt man das Landflucht. Oft wird auch von Urbanisierung (Verstädterung) oder „Land-Stadt-Migration“ gesprochen. Etwa drei Viertel der Einwohner in Deutschland wohnen in einer städtischen Region, und der ländliche Raum wird laut Prognosen weiter an Bevölkerung verlieren.

Zur Landflucht kommt noch der demografische Wandel. Damit ist die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung gemeint. Die Sterberate ist größer als die Geburtenrate und die Lebenserwartung steigt. Das bedeutet: es gibt weniger junge und mehr alte Menschen bei gleichzeitiger Abnahme der Gesamtbevölkerungszahl.

Die Folgen wirken sich drastisch auf den ländlichen Raum aus. Einwohnerverlust – und der öffentliche Nahverkehr, die ärztliche Versorgung sowie die kommunale Infrastruktur stehen vor existentiellen Herausforderungen.

Was kann man gegen Landflucht unternehmen? An erster Stelle steht ein attraktives Arbeitsplatzangebot, das in der Regel nicht nur für einen, sondern für zwei Ernährer einer Familie vorhanden sein muss. Dann kommt es auf die Attraktivität der Wohngemeinde an: Die Braut muss sich hübsch machen.

Die Kunst besteht darin, mit Konkurrenten mitzuhalten und mit den Nachbarn zu kooperieren, selbst wenn Konkurrent und Nachbar die selben sein können. Der Aufgabenkatalog ist umfangreich: Gewerbeansiedlungen fördern, bezahlbaren Wohnraum ermöglichen, Pflege- und Betreuungsplätze für Jung und Alt schaffen, Schulen und Gesundheitsversorgung erhalten, öffentlichen Nahverkehr verbessern, den Freizeit- und Erholungswert steigern. Und nicht zuletzt: zu Einwohnern und potenziellen Zuzüglern freundlich sein.

Wie man den Wohnwert seiner Gemeinde steigern kann, hat zum Beispiel die Einwohnerschaft von Schneverdingen in der Lüneburger Heide bewiesen. Damit es in der Kleinstadt niemandem zu langweilig wird, haben engagierte Ehrenamtliche kurzerhand ein modernes Kino mit 53 Sitzplätzen geschaffen. Zahlreiche Sponsoren, die auf der Internetseite des Kinos genannt werden, haben das Kino in Vereinsträgerschaft ermöglicht.

Siehe auch: „Bleibt die Schule in Neubrunn?“

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VG EBERN  Leerstand  • Verwaltungsgemeinschaft geht’s um Wohnraum
Video-Link

Noch ein Immobilien-Portal

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Symbolbild

Die Verwaltungsgemeinschaft Ebern mit den Gemeinden Pfarrweisach und Rentweinsdorf hat sich entschlossen, am privaten Immobilienportal „KIP“ mitzuwirken. Das teilte die Stadt Ebern Anfang November 2016 auf ihrer Homepage mit. 

Dabei steht „KIP“ für kommunales Immobilienportal. Laut Impressum werden diese Internetseiten von der „Wunschgrundstück GmbH“ im hessischen Ober-Ramstadt betrieben. Das Unternehmen unterhält daneben auch das Immobilienportal „wunschimmo.de“.

In einer Pressekonferenz vom 21. Juni 2016 erläuterten die Verantwortlichen des Unternehmens aus Hessen ihre Ziele. So sollen sowohl Kommunen ihre eigenen Immobilienangebote dort platzieren können als auch örtliche Immobilienanbieter wie Privatpersonen und Immobilienmakler.

Im Übrigen sollen laut Pressekonferenz die ins Portal eingestellten Objektinformationen gleichzeitig auch auf anderen Immobilienportalen erreichbar sein, weil eine gemeinsame Datengrundlage genutzt werde. Zu wünschen bliebe noch, dass sich die AGB finden ließen.

Die „kommunalen Immobilien-Portale“ (KIP) für den Altlandkreis Ebern:

VG-EbernMaroldsweisachBaunachLauterReckendorfGerachSeßlach,
KirchlauterBreitbrunnUntermerzbachRattelsdorfBurgpreppachItzgrundKönigsberg

Video-Link

Youtube:  Video – „Pressekonferenz vom 21.6.2016“

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FEINE BEATS  Musik  • Summer-Feeling

Sam, Lucas, Steve, Frank & Friedrich

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Symbolbild

SAM FELDT X Lucas & Steve
Summer-Feeling: „Summer On You“

Sam Feldt X Lucas & Steve feat. Wulf – „Summer On You“: Dieser lockere Sound passte zum vergangenen Sommer in unserem Altlandkreis. Wie gut Musik wird, wenn sich drei Newcomer zusammentun, das hört man bei Sam Feldt und Lucas & Steve. Entstanden ist ein Sommersong mit luftig leichten Beats. Sam Feldt ist ein 23-jähriger DJ und Produzent aus Amsterdam, die junge Musikgruppe Lucas & Steve stammt ebenfalls aus den Niederlanden.

Video-Link

Youtube:  S. Feldt X Lucas&Steve feat. Wulf – „Summer On You“

FRANK & FRIEDRICH
Offering Something Good For The Ears

Man muss sie einfach erwähnen, auch wenn Baunach- und Itzgrund für sie mutmaßlich böhmische Dörfer sind: Frank & Friedrich, das Produzenten-Duo aus Berlin. Obwohl, sie sind bisher nicht nur in Berliner Clubs, in Ilmenau, Erfurt, Potsdam, Hannover und Kasachstan aufgetreten, sondern waren auch schon zu Gast beim Kunstverein in Nördlingen.

Der eine – wir wissen nicht, ob Frank oder Friedrich – verfügt über viele Jahre Erfahrung als DJ, der andere ist Jazz-Pianist. 2014 haben sie sich als Live-Duo zusammengetan und bringen ihre feinen Beats unters Volk. Das Besondere: die elektronischen Wohlklänge eignen sich nicht nur für Partys, sondern dürften auch die Ohren von Entspannung-Suchenden in Verzückung versetzen.

Video-Link

Youtube:  Video – „Coming Home featuring Duncan Woods“

Video-Link

Youtube:  Video – „Drifting featuring Thea – Original Mix“

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EBERN  Neues Hallenbad  • Vom 1. bis zum 3. Oktober 2016 freier Eintritt!

Neues Hallenbad: der Eintritt war frei

Hallenbad-Ebern
Das Bild zeigt das Hallenbad Ebern

DER EINTRITT WAR FREI   Auch wenn die Außenanlagen und die Spinde in den Umkleideräumen immer noch nicht ihren letzten Schliff erhalten hatten: das nagelneue Eberner Hallenbad wurde am 1. Oktober 2016 nach fünf „dürren“ Jahren ohne Hallenbad endlich für den Publikumsverkehr geöffnet. Vom 1. Oktober bis zum 3. Oktober 2016 hatte das Bad von 10 bis 17 Uhr offen, und das bei freiem Eintritt.

RÜCKSCHAU   Das neue Hallenbad in Ebern wurde am 14.9.2016 eingeweiht, Besucher konnten sich die Räume jedoch nur ansehen. Bis zum Badebetrieb sollte es noch bis zum 1. Oktober 2016 dauern. Technische Abnahmen und so. Die Einwohner freuten sich aufs neue Bad, aber die angekündigten Badezeiten für die Öffentlichkeit erschienen arg gerafft.

FAKTENCHECK   Die neuen und alten Öffnungszeiten der Eberner Hallenbäder
Montag – 17 bis 20 Uhr (altes Bad: 16 bis 21 Uhr)
Dienstag – 6:30 bis 7:45 Uhr (altes Bad: 6:30 bis 7:45 Uhr und 17 bis 19 Uhr)
Mittwoch – 17 bis 20 Uhr (altes Bad: 17 bis 21 Uhr)
Donnerstag – 6:30 bis 7:45 Uhr (altes Bad: 6:30 bis 7:45 Uhr)
Freitag – 18 bis 21 Uhr (altes Bad: 17 bis 21 Uhr)
Samstag – 12 bis 16 Uhr (altes Bad: 12 bis 16 Uhr)
Sonntag – 10 bis 17 Uhr (altes Bad: 9 bis 15 Uhr)

FAZIT   Im neuen Hallenbad (22,5 Stunden) werden für die Öffentlichkeit fünf Stunden weniger Schwimm- und Badezeit pro Woche angeboten als im alten Hallenbad (27,5 Stunden). Und das war doch schon wenig. Eine (gute) Erklärung würde nun zumindest nicht schaden.

Video-Link

Youtube:  Radio Primaton – „Einweihung Hallenbad Ebern“

Video-Link

Mediathek:  TV Touring – „Einweihung nach fünf Jahren“


In den beiden Videos: Landrat und Bürgermeister springen ins Wasser und werden anschließend von DLRG-Mitgliedern aus dem Becken „gerettet“. Interessant die „neue“ Rechtschreibung am Beckenrand: „Nicht Schwimmer“ oder „nicht schwimmen“?

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BAUNACHTALBAHN  Gefahrenquellen entschärfen  • Wann geht's los?

Bahnübergänge werden beschrankt

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Abgebildet: der Bahnübergang in Baunach

Neben den Bahnübergängen an der Hetschingsmühle und in Lind soll nun auch der Übergang in Baunach Halbschranken erhalten. Bislang stoppte dort eine Blinklichtanlage Autofahrer vor herannahenden Zügen. An der Hetschingsmühle und in Lind gibt es bisher sogar nur einfache Andreaskreuze. Einen konkreten Termin für den Beginn der Arbeiten weiß aber noch niemand. Unser Standpunkt: Wenn man schon mal dabei ist, sollte man auch gleich die Übergänge in Ebern und Reckendorf ebenfalls mit Halbschranken sichern! 

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METROPOLREGION  Statistik  • Stau

Nürnberg: 39 Stunden im Stau

Infografik: Stuttgarter stehen am längsten im Stau | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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BUNDESVERKEHRSWEGEPLAN  B 279  • Lässt sich der Entwurf noch ändern?

B 279 – Stellungnahmen möglich

Hochrhoen CC0PxB

In Sachen Bundesstraße 279 scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein. Im Markt Saal an der Saale im Altlandkreis Königshofen i.Gr. fordert man weiter eine Umgehungsstraße. Sogar eine Initiative namens BIOS (Bürgerinitiative Ortsumgehung Saal) hat sich dort gegründet. Am 18. April 2016 gab es in der Saaler Festhalle um 19:30 Uhr einen Info-Abend der Gemeinde zum Thema Umgehungsstraße.

Wie schon die Umgehungs-Trassen für Baunach und Reckendorf ist auch die gewünschte Ortsumgehung von Saal im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 nicht als sogenannter „vordringlicher Bedarf“ eingestuft worden. Damit würden für die kommenden Jahrzehnte kaum Aussichten auf eine Verlegung der Bundesstraße bestehen.

Bürger und Unternehmen konnten sich bis 2. Mai beteiligen

Grundsätzlich neu war, dass Interessierte noch bis zum 2. Mai 2016 Stellung zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) beziehen konnten. Bundesverkehrsminister Dobrindt hatte darauf auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hingewiesen.

Laut Information des Ministeriums haben sich alle natürlichen und juristischen Personen mit Wohn- bzw. Geschäftssitz in Deutschland per Post oder Online-Formular beteiligen können.

Im Rahmen dieser Beteiligungsmöglichkeit wollte übrigens die Stadt Baunach beantragen, die Ostumgehung in den vordringlichen Bedarf des BVWP aufzunehmen.

Anfang Mai 2016 hieß es schließlich in den Medien, dass in Reckendorf ein Ratsbegehren auf den Weg gebracht werden sollte. Damit stünden die Bürgerinnen und Bürger in der Verantwortung, über den Verlauf der Umgehungsstraße abzustimmen. Zur Wahl stehen die Varianten im Osten, im Westen der Gemeinde oder der Verbleib der Bundesstraße in der Ortsmitte. 

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GEREUTH  Alter Landschaftspark  • Dornröschenschlaf im Wald
Tanne CC0PxB

Nicht nur zum Rückert-Jahr 2016 ist der ehemalige Landschaftspark „Gereuther Tannen“ interessant. Er entstand ab 1796 in der Waldabteilung „Glasholz“ im Itz-Baunach-Hügelland zwischen Gereuth und Buch. Als Bauherr gilt der damalige Gereuther Schlossbesitzer, Reichsfreiherr Philipp Ignatius Carl von Greiffenclau. Im englischen Stil gehalten, wartete die Grünanlage unter anderem mit Tanz- und Kegelplatz auf. Sogar ein kleines Wirtshaus und einen Schießplatz habe es dort gegeben.

Der Park war damals ein beliebtes Ausflugsziel für den Adel und die vornehme Bürgerschaft, zu der auch Friedrich Rückert und Jean Paul gehörten. Noch bis in die 30er-Jahre ...

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LINKSAMMLUNG  Heimatkunde  • Die besten Geschichten zur Geschichte
Kirchturm-Ebern

Zur Geschichte von Ebern schlummern im Internet herausragende zeitgeschichtliche Dokumentationen. Manche haben Zeitungsredakteure oder freie Mitarbeiter/innen der Lokalzeitungen recherchiert und als Artikel veröffentlicht, andere Hobby- und Heimatforscher in ihrer Freizeit mühsam zusammengetragen. Dabei fußen die Ergebnisse ... 

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BEREITSCHAFTSPRAXIS  Ablehnung  • Informationsabend vom 14. März 2016

Info-Abend: bedröppelte Mienen

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Symbolbild

Reform ärztl. Bereitschaftsdienst: Kranke hinters Lenkrad!?

Am Abend des 14. März 2016 stand in der Frauengrundhalle Ebern die medizinische Versorgung im Eberner Kreisgebiet auf dem Tablett. Die Informations-Veranstaltung von Frauenunion und CSU trug den Titel „Zukunft der medizinischen Versorgung – Regionalkonferenz für die Region Ebern“.

Diesmal wurden nicht nur – wie am 2. Dezember 2015 – Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Amtsträger und Ärzte eingeladen, sondern alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Damit war es schon die zweite Info-Veranstaltung, die zur Änderung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes stattgefunden hatte. Nur waren leider positive Neuigkeiten nicht zu erwarten gewesen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hält daran fest, ab April 2016 eine Bereitschaftspraxis nur in der Kreisstadt einzurichten – trotz 3200 gesammelter Unterschriften, mit denen auch für eine solche Praxis in Ebern votiert worden war.

Auf der Info-Veranstaltung beschäftigte sich Christian Pfeiffer von der KVB mit der Frage „Zentrale Bereitschaftspraxis – Fluch oder Segen?“, Steffen Vogel (Landtagsabgeordneter) sorgte sich um die Zukunft der ärztlichen Versorgung und Landrat Wilhelm Schneider eröffnete ein weiteres Themengebiet, nämlich die Zukunft der Krankenhäuser im Landkreis.

Ab 1. April 2016 müssen nachts oder am Wochenende erkrankte Patienten weite Wege auf sich nehmen, und zwar ohne dass es direkte Fahrtmöglichkeiten zur Bereitschaftspraxis mit öffentlichen Verkehrsmitteln gäbe. Die Besucher gingen schließlich noch mit der Ermahnung nach Hause, nur ja nicht den Notruf, den bereitschaftsärztlichen Besuchsdienst oder die Ambulanz im Krankenhaus zweckentfremdet in Anspruch zu nehmen.

Simone Berger, Vorsitzende der gastgebenden Frauenunion, bedankte sich im Nachhinein auf Facebook „für die tollen Gastredner, die Gäste und das Helferteam.“ Lapidar hieß es: Die Veranstaltung sei gut besucht gewesen und Ärzte, Politiker sowie Besucher hätten „miteinander konstruktiv diskutiert“, so dass man nun die Einführung der bereitschaftsärztlichen Pilotregion „etwas gelassener“ sehen könne. Anders als auf der Facebookseite von Simone Berger zeigte MdL Steffen Vogel (CSU) bei Facebook ein Foto, auf dem er und die Eberner Gastgeber einen ziemlich betrübten Eindruck machten.

Bekanntlich hatten sich in einer Unterschriftensammlung von Frauenunion und CSU Ebern mehr als 3200 Bürgerinnen und Bürger für eine Bereitschaftspraxis in Ebern ausgesprochen. Anfang des Jahres 2016 wurden die Unterschriften an Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) überreicht. Doch das Ansinnen lehnte die KVB strikt ab und erfuhr auch im bayerischen Gesundheitsministerium praktisch keine Unterstützung. Melanie Huml (CSU) betonte damals, dass die Organisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes bei der KVB liege und sie als bayerische Gesundheitsministerin nur bei Rechtswidrigkeiten einschreiten könne. 

Fazit: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) bleibt bei ihrer Auffassung, dass an der alleinigen Zentralpraxis in der fernen Kreisstadt „nicht mehr gerüttelt“ werde und in Ebern keine solche Praxis entstehen würde. Das Unbehagen der Einwohnerschaft gegenüber der Reform jedenfalls dürfte durch die Veranstaltung kaum zerstreut worden sein.

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UMFRAGE Ergebnis steht fest  • Gewinner Altenstein

Die beliebtesten Berge im Altkreis

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Sie haben abgestimmt! Wir suchten den beliebtesten Berg im Altlandkreis Ebern. Zur Auswahl standen zehn Berge. Jetzt steht fest: der beliebteste Berg im Altlandkreis Ebern ist der Altensteiner Berg.

Jeder Teilnehmer an der (nicht repräsentativen) Umfrage konnte pro Berg maximal 5 Sterne vergeben. Gewinner wurde, wer die meisten Sterne erhalten hatte. Nicht zur Auswahl stand übrigens der Tonberg bei Kirchlauter, der während der laufenden Abstimmung überraschend einen Platz in der Lokalberichterstattung einnahm (beabsichtigter Windpark). Den 7. Platz teilen sich der Stachel und der Stiefenberg. Erstaunlicherweise landete der Eberner Losberg nur auf dem 10. Platz.

1. Platz: Altenstein (435 Meter) – 10 Stimmen, 44 Sterne

Am Ende eines lang gestreckten Höhenrückens steht auf einem Felssporn die Ruine Altenstein. Neben den Resten der einstigen Burg ist die grandiose Aussicht besonders bemerkenswert. Über die Täler von Baunach und Weisach kann man bis nach Reckendorf und zur Rhön blicken.

2. Platz: Zeilberg (465 Meter) – 5 Stimmen, 24 Sterne

Der Berg ist wie der Bramberg vulkanischen Ursprungs und hat nichts mit der Stadt Zeil am Main zu tun. Er erhebt sich etwa zwei Kilometer östlich von Maroldsweisach. Außerdem dient er als Namensgeber für die Zeilberge, die sich im Süden bis an den Main erstrecken. Auf seinem Plateau wird Basalt abgebaut, und ein 3,7 Kilometer langer „Stein-Erlebnispfad“ rund um den Zeilberg informiert die Wanderer über den Steinbruch. Einkehren kann man im „Haus auf dem Zeilberg“ mit seinem „Vulkanbiergarten“.

3. Platz: Eberner Käppele, Kapellenberg (334 Meter) – 4 Stimmen, 19 Sterne

Erst 1959 wurde das heutige Käppele, eine schlichte, kleine Kapelle, eingeweiht. Seit Auflösung des Standortübungsplatzes ist sie wieder frei zugänglich. Man kann in der alten Kaserne parken und folgt zu Fuß etwa zwei Kilometer der Ausschilderung. Das Käppele St. Barbara hatte einen historischen Vorgängerbau. Georg Ludwig Lehnes schreibt 1842 in seiner „Geschichte des Baunach-Grundes“:

„Über die Entstehung der einstigen Wallfahrtskirche St. Barbara, oder auch das Reuehaus genannt, liegt gar nichts vor; sie stand auf dem Berge zwischen Heubach und Preppach, auf welchem man in die Umgegend eine reizende Aussicht hat, und kommt (…) 1452 neben der Kapelle in Reutersbrunn, dann wieder 1535 vor. Im Jahre 1594 war sie bis auf das Mauerwerk verfallen; (...) am 19. September 1660 wallten die Baunacher wieder in Prozession zu derselben; 1745 ist sie abermals zur Ruine herabgesunken, und gegenwärtig bis auf die Grundmauern abgebrochen.“

4. Platz: Lußberg mit dem Veitenstein (461 Meter) – 4 Stimmen, 18 Sterne

Der steile Aufstieg lohnt sich, denn der „Veitenstein“ ist Aussichtspunkt, Rastplatz und kann mit einer (nicht frei zugänglichen) Felsenhöhle aufwarten. Den Veitenstein erreicht man über den Wanderweg (Symbol „Hase“) von Lußberg aus, der Parkplatz ist in der Ortsmitte von Lußberg.

5. Platz: Bramberg (494 Meter) – 4 Stimmen, 17 Sterne

Dieser Basaltkegel ist als höchste Erhebung der König der Berge im Altkreis, obwohl er eigentlich zum Markt Burgpreppach und damit zum Altlandkreis Hofheim i.UFr. gehört. Auf seinem Gipfel stehen die Ruinen der einstigen Bramburg, die nach dem Bauernkrieg 1525 verfiel. Wie der Stachel ragt auch der Bramberg markant aus der Silhouette der umgebenden Hügelberge hervor.

6. Platz: Lichtenstein (427 Meter) – 3 Stimmen, 11 Sterne

Wie in Altenstein stehen auch in Lichtenstein die Überreste einer ehemaligen Burganlage auf einem Höhenzug. Im Gelände unterhalb der Burgruinen liegt ein romantisches Felsenlabyrinth. Burgruine und Labyrinth können besucht werden, eine Einkehrmöglichkeit besteht in Lichtenstein derzeit nicht.

7. Platz: Stachel (486 Meter) – 3 Stimmen, 10 Sterne

Der markante Berg liegt zwischen dem Weißfichtensee und Pettstadt bei Kirchlauter und grenzt die Heiligen Länder nach Norden hin ab. Vom Weißfichtensee aus ist der Wanderweg mit dem Symbol „Reh“ markiert. Einst stand auf dem Stachel ein 81 Meter hoher Turm. Im Jahr 2010 stellte eine Lokalzeitung die Frage, ob dort wieder ein Aussichtsturm errichtet werden könnte.

7. Platz: Stiefenberg oder Stufenberg (396 Meter) – 3 Stimmen, 10 Sterne

Rechts des Flüsschens Baunach liegt der Hausberg der gleichnamigen Stadt, der Stiefenberg. Hier wurde wohl im 15. Jahrhundert in einem Bergwerk Gold oder Silber gewonnen. Auf dem Berggipfel befand sich einst die Stufenburg, die 1525 von Bauern geplündert und niedergebrannt worden war. 1553 zerstörten Söldner von Markgraf Albrecht von Brandenburg die Burg endgültig. Heute sieht man von der Stufenburg hauptsächlich nur noch Wälle, Gräben und Fundamentreste im Wald.

9. Platz: Kraiberg oder Greinberg (365 Meter) – 3 Stimmen, 9 Sterne

Er ist neben dem Stiefenberg einer der beiden Hausberge von Baunach und südlichste Erhebung der Zeilberge (mit Hubertus-Denkmal) im Itz-Baunach-Hügelland. Die Aussicht von dort reicht bis nach Vierzehnheiligen, Schloss Banz, ins Maintal und nach Bamberg. Die Chronik berichtet im Jahr 1422 von Weinbau am Kraiberg.  

10. Platz: Losberg (358 Meter) – 3 Stimmen, 7 Sterne

Der Eberner Losberg zeigt sich sportlich: An seinem Hang befindet sich das Eberner Freibad und im Wald verläuft ein 2,5 Kilometer langer Trimm-Dich-Pfad (Fitness-Parcours) mit 20 Stationen. Jogger schätzen das Gebiet als schattige Laufstrecke. 

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MITRATEN! • Kennen Sie unsere Heimat?

Welche Kirche ist gesucht?

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DER ROTE PUNKT VERSCHWINDET • Briefkästen sonntags ohne Leerung

Post: Altkreis ohne Sonntagsleerung

Briefkasten

Noch werden bundesweit etwa 11.000 Briefkästen der Deutschen Post sonntags geleert. Künftig sollen es nur noch 2.000 sein, berichteten Ende Januar 2016 die Medien. Für den Altkreis Ebern und Umgebung würde das bedeuten: die Briefkästen mit dem (bisher noch vorhandenen) roten Punkt in Ebern (Bahnhofstraße), Baunach (Marquardt-Roppelt-Straße), Pfarrweisach (Bahnhofstraße), Maroldsweisach (Vorstadtstraße) und in Seßlach (Coburger Straße) würden künftig erst am Montag geleert.

Sonntags sollen nur noch bestimmte Briefkästen in Städten ab 20.000 Einwohnern sowie in Kreisstädten geleert werden. Im kompletten Altkreis Ebern (27.000 Einwohner) gäbe es dann keine Sonntagsleerungen mehr. Schon Anfang Februar 2016 wollte die Post damit beginnen, die Sonntagsleerung nach und nach zurückzufahren. Wer eilige Post am Sonntag aufgibt, sollte deshalb die Leerzeiten am Briefkasten genau anschauen.

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ZAHLEMANN & SÖHNE • Bürger sollen künftig regelmäßig zahlen

Neues Kommunal-Abgabengesetz

Ganz-neu

Am 25. Februar 2016 beschloss der Bayerische Landtag den Gesetzentwurf für ein neues Kommunalabgabengesetz. Das teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf seiner Internetseite mit. Demnach könne bald jede Kommune „mit einer auf ihren Ort zugeschnittenen Satzung gerechte Lösungen finden“, erklärte der Minister.

So könnten die Kommunen künftig sogenannte „wiederkehrende Beiträge“ von den Bürgern erheben. Offenbar geht es insbesondere um die Sanierung innerörtlicher Straßen, und als regelmäßige Beitragszahler seien „Grundstückseigentümer“ gedacht.

Vergleichbare Regelungen in Rheinland-Pfalz würden „bei Bürgern und Gemeinden zu einer hohen Zufriedenheit“ führen. Dort fielen jährlich zu entrichtende Beiträge bis zu 200 Euro an.

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JAHRESTAG Friedrich Rückert  • Ebern • Specke • Rentweinsdorf

2016 – Friedrich-Rückert-Jahr in Ebern

Rückert I – Der Deutschlandfunk über den Dichter

Friedrich Rückert (1788 – 1866) sei, so schreibt der Deutschlandfunk im Internet, „einer der meist gelesenen Schriftsteller seiner Zeit“ gewesen. Obwohl er etwa 6000 Gedichte veröffentlicht hatte, verdanke er seine heutige Bekanntheit hauptsächlich seinen „Kindertotenliedern“. Diese wiederum wurden wesentlich durch Gustav Mahlers Vertonungen vor dem Vergessen bewahrt.

Nach Ansicht des Deutschlandfunks sorgten diese Vertonungen zusammen mit Dietrich Fischer-Dieskaus musikalischer Interpretation von Rückerts Gedicht „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ für „einen unangefochtenen dritten Platz“ auf der Liste der „vertonten deutschen Lyriker neben Goethe und Heine“. Zu den Komponisten, die Rückerts Texte vertonten, gehören aber auch andere wie z.B. Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms oder Richard Strauss.

Auch wenn Friedrich Rückert, weil in Schweinfurt geboren und in Neuses bei Coburg gestorben, im engeren Sinne nicht einfach als „Sohn der Stadt“ Ebern bezeichnet werden kann, so wie Adam Riese für Staffelstein, so bleibt Friedrich Rückert dennoch für die Eberner Stadtgeschichte die prominenteste Persönlichkeit, die je innerhalb der Stadtmauern zuhause gewesen war.

Deutschlandfunk.de: Friedrich Rückert

Youtube-Link

Youtube:  „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ (Fischer-Dieskau)

Rückert II – Kornelia Boje rezitiert

Nach dem Tod zweier seiner Kinder verfasste Friedrich Rückert 428 Gedichte und nannte sie „Kindertodtenlieder“. Daraus vertonte der Komponist Gustav Mahler Anfang des 20. Jahrhunderts fünf Gedichte. Youtube.com zeigt mehrere Videos zum Thema. Sehr beeindruckend die Interpretation des Gedichts: „Ich möchte wissen“, rezitiert von Kornelia Boje und mit der Musik von Astor Piazzolla.

Youtube-Link

Youtube:  Friedrich Rückert – „Ich möchte wissen“ (Kornelia Boje)

Rückert III – Kunstwettbewerb der Stadt Ebern

Anlässlich des Rückert-Jahres ruft die Stadt Ebern auf, sich an einem künstlerischen Wettbewerb zu beteiligen. Die drei besten Entwürfe für eine Postkarte zum Thema „Friedrich Rückert und Ebern“ werden als Postkarte gedruckt und zum Verkauf angeboten. Abgabefrist ist am 31. März 2016, die Teilnahmebedingungen können auf der Webseite der Stadt Ebern eingesehen werden. 

Rückert IV – Geburtstagsparty am Denkmal

Am 16.5.2016 wird laut Webseite der Stadt Ebern eine „Geburtstagsparty“ zu Ehren des Dichters und Gelehrten Friedrich Rückert abgehalten. Ort ist das neu gestaltete Friedrich-Rückert-Denkmal im Eberner Anlagenring. Rückert lebte etliche Jahre in Ebern und soll neben Deutsch noch 44 weitere Sprachen beherrscht haben.

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Das Bild zeigt die Rückseite des spätbarocken damaligen Rentamts, heute Finanzamt. Die Familie Rückert zog 1809 von Seßlach nach Ebern, wo Friedrich Rückerts Vater Rentamtmann wurde. Friedrich Rückert wohnte zwischen 1809 und 1821 zeitweise bei seinen Eltern in diesem Gebäude. Im Oktober 1825 wurde Rückerts Vater nach Schweinfurt versetzt.

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Friedrich-Rückert-Denkmal von 1890 am Marktplatz Schweinfurt

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INTERNET-GEFAHREN • Wann ist ein Internet-Shop nicht echt?

Vorsicht vor Fake-Shops

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Immer wieder liest man, dass Kunden auf sogenannte „Fake-Shops“ hereingefallen sind. „Fake-Shops“ sind raffiniert gefälschte Online-Shops im Internet (von engl. Fake = Schwindel, Fälschung). Diese Plattformen sehen zwar seriös aus, doch die vermeintlichen Händler liefern trotz Bezahlung die bestellte Ware nicht oder schicken nur minderwertige Artikel.

Deshalb rät die Polizei zur Vorsicht. Insbesondere ist Skepsis angesagt, wenn Preise unrealistisch günstig sind und Vorauszahlung oder ein Bargeld-Transferservice verlangt wird.

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BEREITSCHAFTSPRAXIS • Altlandkreis Ebern • Seßlach • Itzgrund

KVB weiter gegen Eberner Praxis –
Trotz mehr als 3200 Unterschriften

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Mehr als 3200 Protestunterschriften sind in München angekommen

Petition für Bereitschaftspraxis an Ministerin überreicht

Das Nachrichtenportal infranken.de meldete am 2. Februar 2016, dass in München über 3000 Unterschriften aus der Region Ebern an die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) übergeben worden sind.

Die Unterzeichner setzen sich in einer Petition für eine ärztliche Bereitschaftspraxis am Krankenhaus Ebern ein. Initiatoren der Unterschriftenaktion waren die Frauenunion Ebern sowie die Eberner CSU.

Bei der Übergabe der Unterschriften an Melanie Huml waren neben zwei Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) auch Landtagsabgeordneter Steffen Vogel (CSU), Simone Berger von der Frauenunion Ebern sowie weitere Vertreter der CSU Ebern zugegen.

Dem Vernehmen nach wolle die KVB aber trotz der vielen Unterschriften an ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Bereitschaftspraxis in Ebern festhalten. Auch die Ministerin machte der Eberner Delegation laut Pressemeldung keine konkreten Hoffnungen.  

Proteste dauern schon Monate

Schon seit vergangenem Herbst und Winter 2015 gab es erste Proteste gegen Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), die die bereitschaftsärztliche Versorgung im Raum Ebern landkreisweit anders organisieren will.

Im Bedarfsfall wären die Patienten künftig gezwungen, nachts oder am Wochenende die Bereitschaftspraxis in der knapp 30 Kilometer entfernten Kreisstadt aufzusuchen. Öffentliche Verkehrsverbindungen in die Richtung Schweinfurt gelegene Kreisstadt sind jedoch so gut wie nicht vorhanden. 

Am 2. Dezember 2015 fand schließlich im alten Eberner Rathaus eine Informationsveranstaltung statt, an der Vertreter der KVB, der Landrat, zahlreiche Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sowie Ärzte aus der Region teilnahmen. Bürger/innen dagegen waren nicht eingeladen, doch hieß es, niemand würde weggeschickt.

Die Position der KVB blieb zwar vorerst unverändert, wie dort KVB-Vertreter deutlich machten. Doch die Gegenseite war sich einig, die Proteste auszudehnen, weitere Resolutionen zu verfassen und prominente Bundes- und Landespolitiker/innen einzubinden.

Die Stadt Ebern und die Gemeinde Pfarrweisach hatten bereits entsprechende Resolutionen verabschiedet. Diesen schloss sich auch der Gemeinderat Rentweinsdorf an, weitere Gemeinden sollten folgen. Auch Landrat Schneider zeigte sich gegenüber einer zweiten Bereitschaftspraxis in Ebern (neben jener in der Kreisstadt) offen.

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Über 3200 Unterschriften für Bereitschaftspraxis in Ebern

Die Frauen-Union der CSU Ebern hatte schon vor Weihnachten 2015 in Geschäften, Apotheken und einigen Arztpraxen Unterschriftenlisten ausgelegt. Bis kurz vor Weihnachten, also gegen Ende der Unterschriftensammlung, hatten sich schon über 2300 Bürgerinnen und Bürger an der Petition für eine Bereitschaftspraxis am Krankenhaus Ebern beteiligt.

Wer sich bis dahin noch nicht beteiligt hatte, konnte dies noch bis Anfang Januar 2016 bei openPetition.de online nachholen. Zusammen mit der Online-Petition kamen schließlich über 3000 Unterschriften zusammen.

Ende Februar 2016 nannte die CSU Ebern auf ihrer Facebook-Seite nachträglich sogar die Größenordnung von „über 3200“ gesammelten Unterschriften. 

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Die KVB will keine ärztliche Bereitschaftspraxis am Krankenhaus Ebern

Aus welchen Gründen hatten Bürger/innen unterschrieben?

Wer sich beim Petitionsportal „openPetition.de“ als Unterstützer eingetragen hatte, wurde unmittelbar im Anschluss vom Portal automatisch gefragt, weshalb er bzw. sie die Petition unterstützt. Die Antwortmöglichkeit war freiwillig und konnte auch übersprungen werden. Antworten, die aber gegeben wurden, erschienen sofort bei „openPetition.de“. Wir zitieren einige: 

„Ich kann nicht, wenn ich krank bin, erst eine halbe Weltreise antreten.“

„Der nördliche/östliche Landkreis Haßberge ist in diesem Falle sehr schlecht strukturiert und besonders vernachlässigt worden!“

„Weil ich meine Familie gut versorgt wissen will ... Wir werden alle älter.“

„Es ist sehr befremdlich, dass die Bevölkerung erst für ihre ärztliche Versorgung kämpfen muss und diese nicht selbstverständlich vorgehalten wird.“

„Ich vermute, einige Ärzte der KVB neigen dazu, die Fahrtüchtigkeit kranker Patienten grundsätzlich zu überschätzen.“

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Falls es nicht gelingen sollte, im Baunachgrund weiterhin einen wohnortnahen ärztlichen Bereitschaftsdienst vorzuhalten, dann kämen auf die Kranken weite Wege zu. Wer so krank ist, dass er nicht Auto fahren kann oder wer kein Auto besitzt, müsste ab 1. April 2016 irgendeinen Weg finden, zur ärztlichen Bereitschaftspraxis in die Kreisstadt zu kommen.

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SPEKTAKULÄRE AUFNAHMEN • Ebern • Baunach • Seßlach

Drei Städte im Film – von oben

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Luftaufnahmen ermöglichen völlig neue Blicke auf die Städtchen unserer Heimat und hinterlassen angesichts atemberaubender Aufnahmen einen bleibenden Eindruck.

Im Zuge der technischen Entwicklung sogenannter „Quadrokopter“, also Miniatur-Hubschrauber mit vier Propellern, sind Luftaufnahmen preisgünstig geworden. Mit Hilfe der vom Boden ferngesteuerten Fluggeräte, an denen eine Kamera befestigt ist, lassen sich nicht nur Bilder aus der Vogelperspektive festhalten, sondern ganze Filme mit zum Beispiel Auf- und Abwärtsfahrten usw. erzeugen.

Was unsere Region betrifft, so gibt es bei Youtube.com bereits solche Filme über Ebern, Baunach und Seßlach – alle aus der Vogelperspektive.

Unsere Nachbarstadt Seßlach zum Beispiel haben die findigen Radiomacher von Antenne Bayern „überfliegen“ lassen. Das Video steht seit 12. November 2015 online und kann sich wirklich sehen lassen. Die Links unten leiten Sie zu den entsprechenden Videos. 

Youtube-Link

Youtube:  Video Ebern – „Die historische Altstadt von Ebern“

Youtube-Link

Youtube:  Video Baunach – „Historisches Baunach“

Video-Link

Antenne.de:  Video Seßlach – „Seßlach von oben“

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AUF SCHUSTERS RAPPEN • Ebern • Mürsbach • Baunach

Wander-Video durch den Altkreis

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Fachwerkhäuser am Marktplatz von Baunach

Von Ebern nach Baunach mit der Video-Kamera

Dass der Baunachgrund immer eine Reise wert ist, bewies im Sommer 2015 der Forchheimer Thomas Schmidtkonz. Er wanderte, ausgerüstet mit seiner Video-Kamera, auf landschaftlich reizvollen Wegen die Strecke von Ebern nach Baunach. Dabei erzählte er so manche interessante Anekdote, die vielleicht selbst mancher Einheimische noch nicht kannte – oder möglicherweise bereits wieder vergessen hatte. Sein Video ist bei Youtube.com zu sehen.

Youtube-Link

Youtube:  Video – „Von Ebern nach Baunach“

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Mobiles Wunschkonzert

Wunschverbindung

Agifo
In Forchheim

Agilis weiß, was Kunden wünschen, denn agilis-Fahrgäste sind laut Eigenwerbung des Bahnunternehmens „wahre Fahrplan-Experten“. Auf der agilis-Webseite können registrierte Kunden Vorschläge unterbreiten, welche Verbindungen das Zugangebot weiter verbessern können. Zwar könne nicht jeder Vorschlag Wirklichkeit werden, doch jedes Jahr werde der Fahrplan überarbeitet. Agilis verspricht, „jeden Wunsch zu prüfen“.  

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Eisenbahngeschichte

Denk mal an!

Denkmal-Baetz

Im Oktober 2015 wurde in Ebern am Bahnhaltepunkt ein kleines Denkmal für den früheren Landtagsabgeordneten Johann Martin Baetz (1830 – 1885) gesetzt. Baetz stammte aus Memmelsdorf i.UFr., war Docht- und Kerzenfabrikant in Ebern und setzte sich für den Eisenbahnanschluss von Ebern ein. Damals sollte die Bahnstrecke noch bis nach Gersfeld in der Rhön führen, was eine Verbindung bis nach Fulda ermöglicht hätte. 1895 konnte schließlich die Linie Bamberg – Ebern feierlich eröffnet werden. Die Strecke wurde ein Jahr später bis Maroldsweisach verlängert. Zum Lückenschluss über Königshofen nach Gersfeld ist es jedoch nie gekommen.

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Bild (unverändert): „Todesanzeige von Martin Bätz, Baunach- und Itzbote vom 24. November 1885“, Oktobersonne,
Lizenz: CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons


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IN EIGENER SACHE • Hyperlokaler Blog

Über uns: Im-Baunachgrund.de

Allein 16 Millionen Web-Präsenzen mit der Endung „.de“ soll es geben, und jetzt kommt – auch das noch – eine weitere dazu. „Im-Baunachgrund.de“, so heißt die neue Website für den liebenswerten Baunachgrund mit seinen Seitentälern. Unsere Region ist bunt und facettenreich – und trotz des überschaubaren Landlebens kann man immer wieder Neues entdecken. Manchmal sind Themen auch nur in Vergessenheit geraten, die unterhaltsam neu aufbereitet werden sollen. Kurioses darf nicht fehlen, und so wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Stöbern!

Titel-100
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OPER • OPERETTE • SCHAUSPIEL • MUSICAL • BALLETT
MEHRSPARTENHÄUSER • Coburg • Meiningen
Landestheater Coburg • Das Meininger Theater

Aus dem Theaterkalender

ThCbgplatz
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Raten • Wissen • Spielen

Spurlos verschwunden: Ist Ihnen aufgefallen, dass viele Zeitungen inzwischen auf die Rätselseite verzichten? Allenfalls finden sich noch in der Wochenendausgabe Rätsel. Oder wo ist der früher obligatorische Fortsetzungsroman geblieben? Wir betreiben hier zwar keine Internetzeitung, aber auf ein Rätsel wollen wir in diesem Blog nicht verzichten. Einen kostenlosen Romancier dagegen konnten wir nicht verpflichten.

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Geschichte

Wie viele Einwohner hatte der Kreis?

Im Jahr 1900 lebten nach Angaben der Website „Verwaltungsgeschichte.de“ 18.613 Einwohner im Bezirk Ebern, der damals noch nicht die Bezeichnung „Landkreis“, sondern „Bezirk“ führte. Sechzig Jahre später waren es dann schon 24.500. Kurz vor der Kreisauflösung im Jahr 1972 verzeichnete man 26.600 Einwohner. Übrigens, in Bayern wurden die damaligen Bezirke 1939 in Landkreise umbenannt. 1862 wurde der Bezirk Ebern mit der Zusammenfassung der sogenannten „Landgerichte“ Baunach und Ebern gegründet.

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War früher alles besser?

Kurioses anno dazumal

Anzeige im Tagblatt der Stadt Bamberg vom 1. März 1835:

W a r n u n g.
Damit Niemand im Vertrauen auf meine Zahlung künftig etwas borgen mag, melde ich mich zum Voraus, daß ich nichts zahlen werde.
D. Linder,
k. b. geiſtl. Rath.  


Aus dem Tagblatt der Stadt Bamberg vom 30. März 1835:

H i e ſ i g e s.
Ein benachbartes Amt ſcheint bei der Wahl des Ausdrucks in amtlichen Schreiben in der That höchſt originell zu Werke zu gehen. Lieferten wir ſchon unlängſt ein Beiſpiel hievon, ſo mag Nachfolgendes als Pendant gelten.
Am … 1835 wurde von der ledigen Bauerstochter N. zu N. ein Knabe geboren, welcher bei der hl. Taufe den Namen Georg erhielt, zu deſſen (des Namens?) Vormund der Bauer N. zu N. v o r g e t r a g e n wird. (Doch wohl in einer Portechaiſe?)  
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HEIMAT-GESCHICHTE • Aus dem Bamberger Tagblatt von 1867

Auswanderung anno dazumal

Aus einer Anzeige im Bamberger Tagblatt vom 24. Februar 1867. Dort bot der Norddeutsche Lloyd wöchentlich direkte Postdampfschifffahrts-Passagen zwischen Bremen und New York an. Zwei Bamberger Agenten priesen sich unmittelbar darunter in eigenen Annoncen an, bevollmächtigt zu sein, Passagiere „fest anzunehmen“.

Paſſage-Preiſe: Bis auf Weiteres: Erſte Cajüte 165 Thaler, zweite Cajüte 115 Thlr.
Zwiſchendeck 60 Thaler Courant, incl. Beköſtigung. Kinder unter 10 Jahren auf allen Plätzen die Hälfte, Säuglinge 3 Thaler Courant.
 

„Courant“ bedeutete, dass die Preise laufend angepasst werden konnten. In Bayern war zu dieser Zeit der Gulden Zahlungsmittel. Am 25. Februar 1867 stand im Bamberger Tagblatt:

K a r l s r u h e,  23. Feb.   Die A u s w a n d e r u n g aus Baden nimmt in ungewöhnlicher Weiſe zu, ſo daß ſelbſt Würtemberg, das in früheren Jahren unter den deutſchen Staaten das ſtärkſte Contingent zur Auswanderung ſtellte, hinter unſerem Lande weit zurückſteht. Daraus und aus der in neueſter Zeit überhand genommenen V e r g a n t u n g e n ergiebt ſich, daß der Wohlſtand in Baden nicht im Steigen begriffen iſt. In einigen Bezirken iſt der Güterwerth außerordentlich geſunken.
 

Mit „Vergantungen“ sind Zwangsversteigerungen gemeint. 

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Und jetzt aus der Zeitung …

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