Blog für den Altkreis Ebern
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THEMENSEITE • Infrastruktur im Altkreis – Alles Gute für die Gesundheit?
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Das Klinik-Spezial

Krankenhaus-Spezi



LANDKRANKENHÄUSER • Politik will Schließungen

Noch will keiner konkret werden

Eingebettete Karte: Google Maps; Krankenhäuser in Unterfranken

Bürger/innen kämpfen weiter um die kleinen Landkrankenhäuser, so wie in Marktheidenfeld. Die Main-Post schrieb am 26.6.2018, dass das dortige Krankenhaus bis zum Jahr 2023 geschlossen werden soll.

Künftig solle ein neues Zentralklinikum in Lohr am Main die stationäre medizinische Versorgung in der Region sicherstellen. Damit könnten „Doppelvorhaltungen“ und „Defizite“ abgebaut werden, habe eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums der Main-Post mitgeteilt.

Ob noch weitere Krankenhäuser in Unterfranken wegfallen, verriet das Ministerium nach Angaben der Zeitung zwar nicht, aber „einzelne Standorte“ würden „hinterfragt“.

Inzwischen gibt es in Bayern ein Aktionsbündnis gegen Krankenhausschließungen, es nennt sich „Unser Herz schlägt für kleine Krankenhäuser“ und ist auf Facebook vertreten.
(ibg, 27.6.2018)

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SPD HASSBERGE • Will Partei das Ende der „Kreis“-Krankenhäuser?

Geht der SPD Solidarität verloren?

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Abgebildet: Krankenhaus Ebern

Man traut seinen Augen kaum, was die SPD Haßberge zu Ostern 2018 in der Presse über die verbliebenen beiden Haßberg-Kliniken verbreiten ließ.

So titelte die Main-Post am 2. April 2018: „SPD gegen Dauer-Subvention der Haßberg-Kliniken“.

Bei infranken.de wurde SPD-Kreisrat Paul Hümmer am 29. März 2018 zitiert: „Ich meine, wir sollten die Haßberg-Kliniken unter einem größeren Dach unterbringen“.

Sein Parteikollege, Bernhard Ruß, ebenfalls bei infranken.de: „Unser Haßberge-Kreis gehört wie Schweinfurt auch zur Planungsregion Main-Rhön und deshalb wäre ein Ausbau der Zusammenarbeit auch auf medizinischem Gebiet angebracht und sollte auch möglich sein“.
(ibg, 2.4.2018)

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DRAMA • Bürger gegen Klinikschließungen

Waldkirchen und Hersbruck

Eingebettetes BR-Video, Sendung „quer“ vom 25.1.2018, via Facebook (Ggf. Ton einschalten)

In Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) und Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) sollen die Krankenhäuser geschlossen werden. Die Bewohner fürchten, im Notfall nicht optimal versorgt zu sein. „quer“ (BR) machte die beiden Klinikstandorte in der Sendung vom 25.1.2018 zum Thema.

Vier Jahre Garantie für Neustadt bei Coburg

Auch um den Fortbestand des Krankenhauses in Neustadt bei Coburg hatte es offenbar in letzter Zeit Diskussionen gegeben (NP, 26.1.2018). Laut Neuer Presse vom 29.1.2018 gebe es inzwischen eine vierjährige Bestandsgarantie für das Neustadter Krankenhaus. 
(ibg, 1.2.2018)

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FINANZSPRITZE • Haßberg-Kliniken leiden an pekuniärer Anämie

Kreis schießt 2,2 Mio. Euro zu

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Abgebildet: Krankenhaus Scheßlitz – wo es offenbar besser als bei uns läuft

2,2 Millionen Euro überweist der Landkreis Haßberge den Haßberg-Kliniken, um die Zahlungsfähigkeit des Kommunalunternehmens zu erhalten. Das meldete die Neue Presse am 24.7.2017.

Die Finanzspritze des Landkreises bedeutet nichts anderes, als dass die Bundesregierung den Punkt Krankenhausfinanzierung im Rahmen der sogenannten „Krankenhausreform“ immer noch nicht angepackt hat. Denn Krankenhäuser sollten auch notwendige Tarifanpassungen oder steigende Energiekosten aus ihren Einnahmen heraus bestreiten können.

Merkwürdig stumm bleiben – mal wieder – die örtlich zuständigen Bundestagsabgeordneten. Sitzt davon nicht auch jemand im Kreistag?

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FAST HEIMLICH, STILL UND LEISE • Hofheim i.UFr. verlor sein Krankenhaus

Tschüss, Hofheimer Krankenhaus

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Abgebildet: Eingangsbereich des Krankenhauses in Hofheim in Unterfranken

Das war’s dann. Zum 1. Juli 2017 wurde das Kapitel „Krankenhausstandort“ Hofheim i.UFr. geschlossen. Wenn die Einschätzung nicht trügt: Erstaunlich wenig öffentlicher Widerstand war im Vorfeld zu spüren gewesen. Man wird kaum behaupten können, die Hofheimer/innen seien auf die Barrikaden gestiegen.

2004, als man in Hofheim schon einmal um den Erhalt der Klinik gekämpft hatte, war das politische Engagement unter der damaligen Leitung des früheren Chefarztes, Prof. Dr. Eike Uhlich, wesentlich eindringlicher gewesen. Dazumal – im Gegensatz zu heute – mit Erfolg.

Die Mainpost hat dem Ende des Krankenhauses zwei schöne Beiträge gewidmet. Im Artikel „Krankenhaus Hofheim: Hier war der Patient keine Nummer“ vom 29. Juni 2017 werden wehmütig die letzten Tage der Klinik geschildert. Zum letzten Akt hatte sich die Krankenhausverwaltung übrigens keine große Öffentlichkeit gewünscht.

In der Abhandlung „Es wehte der ‚Hofheimer Geist‘“, ebenfalls vom 29. Juni 2017, wird die Geschichte des Hospitals dargestellt, wie sie vielen vielleicht gar nicht bekannt gewesen sein dürfte. Das Haus wurde 1895 als Distriktkrankenhaus errichtet. Und auf alle Fälle sind die abgebildeten alten Postkarten sehenswert. Tschüss, Krankenhaus Hofheim! Die Bürger/innen werden dich vermissen.
(ibg, 30.6.2017)

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VIDEO • Bayerischer Rundfunk
Video-Link

Zur Schließung von HOH

Krankenhaus-Hofheim-Unterfranken
Abgebildet: Hofheim in Unterfranken, Krankenhaus

Eingebettetes Youtube-Video

2 Minuten und 44 Sekunden: Hördatei von Bayern 2:
Standort Hofheim schließt Ende Juni“, ein Beitrag vom 16. Mai 2017 von Norbert Steiche

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INFOVERANSTALTUNG • Unterrichtung der Öffentlichkeit im Hofheimer Pfarrsaal

Info vom 15. Mai 2017 um 18:00 Uhr

Hofheim-UFr-Pfarrkirche
Abgebildet: Hofheim in Unterfranken, Pfarrkirche

Am Montag, 15. Mai 2017, traf der Verwaltungsrat der Haßberg-Kliniken eine grundsätzliche Entscheidung über die Zukunft der drei Kran­ken­häuser im Landkreis. Laut vorab veröffentlichten Medienberichten musste mit harten Spar­maß­nah­men gerechnet werden.

Der Landrat und der Klinikvorstand informierten die Öffentlichkeit um 18:00 Uhr im katholischen Pfarrsaal von Hofheim i.UFr. über die gefassten Beschlüsse:

  • Zum 1. Juli 2017 sollen die 25 Betten des Belegkrankenhauses Hofheim i.UFr. wegfallen. Einige dieser Betten werden dem Krankenhaus Haßfurt zugeschlagen.

  • Im alten Hofheimer Krankenhaus werden weitere Facharztpraxen (Filialen) einziehen, die allerdings nur tageweise Sprechstunden anbieten werden.

  • Die Abteilung für Geburtshilfe am Krankenhaus Haßfurt soll zum 31. Dezember 2018 geschlossen werden. Die Gynäkologie wird als Belegabteilung weiterbetrieben.

  • Im Krankenhaus Ebern wird es weiterhin die Abteilungen für Innere Medizin und Chirurgie geben. Allerdings soll bis April 2018 ein „Zukunftskonzept“ erarbeitet sein. Vom Erfolg dieses Konzeptes ist der Fortbestand des Eberner Krankenhauses abhängig.

  • Die Zahl von 530 Mitarbeitern (an insgesamt drei Standorten) könnte durch die sogenannte „natürliche Fluktuation“ verringert werden.

Gerüchte hatten im Vorfeld der Entscheidung dies vorausgesagt: Das Krankenhaus Hofheim i.UFr. solle geschlossen werden und in das Gebäude ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) einziehen. In Hassfurt soll die Abteilung Geburtshilfe nach und nach abgewickelt werden. Über das Schicksal des Krankenhauses Ebern würde im Jahr 2019 entschieden werden. Kommt es nicht aus der Verlustzone, drohte die Schließung.
(ibg, 11.5.2017, aktualisiert 15.5.2017)

Quellen: infranken.de, Mainpost.de, HT (jeweils vom 15.5.2017)


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BRISANTE LAGE • Angeblich soll das Krankenhaus Ebern geschlossen werden!

Krankenhaus in akuter Gefahr?!

Ebern-bei-Nacht
Fällt auch noch das Krankenhaus weg, dann könnten in Ebern bald alle Lichter ausgehen

Wo kommen diese Informationen her? Das Haßfurter Tagblatt schrieb am 3. Mai 2017: „Haßbergkliniken: Hofheim steht vor dem unmittelbaren Aus – und Ebern kurz davor“.

Sollte die Meldung stimmen, dann wäre es nicht das erste Mal, dass diese Zeitung zu den Haßberg-Kliniken Informationen veröffentlicht, die erst später preisgegeben werden sollten. Bekanntermaßen soll der Ver­wal­tungs­rat der Kliniken erst am Montag, 15. Mai 2017, eine Entscheidung treffen.
(ibg, 4.5.2017)

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FLÄCHENBRAND • Politik stellt die Krankenhausstruktur auf den Kopf

Viele Kliniken sollen weg

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Abgebildet: Wassertor in Hersbruck

Blick in die Region: Den Bestand des Hersbrucker Krankenhauses wolle man allmählich „auslaufen“ lassen, so Nordbayern.de am 27.2.2017. In vier bis fünf Jahren soll es soweit sein.

In vielen Städten wie z.B. in Marktheidenfeld haben sich schon Bür­ger­in­i­ti­a­ti­ven zusammengefunden, um gegen Klinikschließungen zu protestieren. In Marktheidenfeld z.B. heißt es auf der Webseite Pro-MAR.de, man fühle sich „vergessen und ausgetrickst“.

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KLINIK-KRISE • Haßberg-Kliniken – Zukunft Ja oder Nein?

Bürger/innen stochern im Nebel

Krankenhaus-Kunst
Der Blick in die Zukunft für die Haßberg-Kliniken ist momentan noch unklar

Wie geht es angesichts der Schuldenhäufung weiter mit den Krankenhäusern in Ebern, Hofheim (UFr.) und Haßfurt? Die Regionalportale von infranken.de und Mainpost berichten derzeit, dass Ergebnisse erst Mitte Mai 2017 an die Öffentlichkeit gelangen sollen.

Am 25. April 2017 tagten der Verwaltungsrat der Haßberg-Kliniken und der Kreistag Haßberge zum Thema – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Angeblich sollen noch keine Entscheidungen getroffen worden sein. Der Landrat sprach aber im Vorfeld von einschneidenden Veränderungen.
(ibg, 27.4.2017)

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KLINIKLANDSCHAFT • Grundsatzdebatte – Professor mit provokanten Thesen

Klinik-Debatte in Deutschland

Klinikum-Gebaeude
Symbolbild

Ein Berliner Professor für Management im Gesundheitswesen fordert, die Zahl der deutschen Krankenhäuser von derzeit etwa 2.000 auf 300 bis 400 zu reduzieren. Ein Krankenhaus solle für etwa 250.000 Einwohner zuständig sein. Nach seinen Ideen würde die Krankenhauslandschaft essentiell umgebaut. Er sagt: „Es geht schließlich nicht darum, hier ein kleines Haus zu schließen und das andere weiter zu betreiben, sondern an zentraler Stelle ein großes neu zu bauen.“ Das vollständige Interview im AOK-Forum „Gesundheit und Gesellschaft“ (G+G, Ausgabe 01/2017), veröffentlicht auf der Webseite des AOK-Bundesverbandes, lesen Sie hier.

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MEINUNG • Roter Eber

SPD zum Krankenhaus Ebern

Krankenhaus-Ebern-Strasse

Nach längerer Zeit war im Januar 2017 wieder eine Ausgabe des Eberner SPD-Mitteilungsblatts „Der Rote Eber“ erschienen. Im Leitartikel schrieb Bürgermeister Jürgen Hennemann unter der Überschrift „Ebern braucht das Krankenhaus“: 

„Das Eberner Krankenhaus muss bleiben. Darin dürften sich alle einig sein. Es ist derzeit auch nicht in akuter Gefahr.“

Nichtsdestotrotz verkannte das SPD-Blatt die heikle Lage nicht und erläuterte die Unbill der schwierigen Krankenhausfinanzierung.

Der vorgebrachte Lösungsvorschlag, um die Schließung von kleinen Krankenhäusern auf dem Lande zu verhindern, lautet dann:

„Dabei wäre es so einfach: Große Häuser belegen kleine und alle hätten etwas davon, nicht zuletzt die Patienten. Dazu bedarf es aber einer landesweiten Planung und Unterstützung für solche Krankenhaus-Kooperationen. Möglich wäre es.“ 

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KREISKLINIKEN • Angespannte Finanzlage – Wie sieht die Zukunft aus?

Wann kommt das neue Konzept?

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Abgebildet: Krankenhaus Ebern

  • Nach Angaben der Hofheimer Mainpost vom 11.1.2017 sind vertrauliche Daten aus einer nichtöffentlichen Sitzung einer örtlichen Zeitung zugespielt worden.

  • Bei dem Dokument soll es sich um den vorläufigen Jahresabschluss 2015 des Klinikunternehmens handeln.

  • In dem Papier sind die Defizite nach Klinik-Standorten und Abteilungen aufgeschlüsselt.

  • Demnach seien 2015 alle drei Klinikstandorte im Minus gewesen.

Mittlerweile kursieren in der Öffentlichkeit konkrete Zahlen aus dem Jahr 2015, die offiziell weder bestätigt noch dementiert worden sein sollen. Auch im Hinblick auf einen möglichen „Whistleblower“ wurden anscheinend keine öffentlichen Kommentare abgegeben.

Nach den Informationen würden sämtliche Klinikabteilungen, bis auf zwei Ausnahmen, und alle drei Klinikstandorte sowie die MVZ zum Defizit beitragen. Das Ergebnis für das Jahr 2016 liege noch nicht vor. Insgesamt hätten sich jedoch bei den Kliniken und den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) etwa 20 Millionen Euro an Verbindlichkeiten angehäuft, so die Mainpost.

Immer wieder flackern Diskussionen darüber auf, wie es mit den Kliniken in Hofheim (UFr.), Haßfurt und Ebern weitergehen kann. In der Öffentlichkeit ist schon länger bekannt, dass der Träger, ein standortübergreifendes Kommunalunternehmen, ein Millionendefizit schreiben soll. Ursache sollen angeblich die politischen Rahmenbedingungen für kleine Krankenhäuser sein.

So berichteten beispielsweise infranken.de und die Mainpost am 9. Mai 2016 von den Absichten, das Krankenhaus Hofheim (UFr.) in ein ambulantes Behandlungszentrum umzuwandeln, was die Schließung als Krankenhaus bedeuten würde. Auch die Geburtshilfe-Abteilung des Krankenhauses Haßfurt solle mittelfristig geschlossen werden.

Proteststürme aus der Bevölkerung gegen diese Überlegungen erfolgten umgehend. Nachdem sich an den roten Zahlen laut jüngsten Presseberichten nichts geändert hatte, soll nun im laufenden Jahr 2017 eine Entscheidung getroffen werden.

Aktuelle Lage

Beim gesundheitspolitischen Arbeitskreis der CSU am 12. Januar 2017 in Augsfeld teilte Landrat Wilhelm Schneider laut Zeitungsberichten mit, dass man derzeit (Stand Januar 2017) von einem Klinik-Defizit in Höhe von 3,25 Millionen Euro für das laufende Jahr ausgehe. 2016 habe es 3 Millionen Euro betragen.

Im April 2017 rechne man mit der Fertigstellung eines Gutachtens, dessen Ergebnisse bei den Entscheidungen, die nun anstehen, berücksichtigt werden sollen. Über den Befund des Gutachtens soll dann auch die Öffentlichkeit informiert werden.

Der Landrat verwies in diesem Zusammenhang auf ähnliche Probleme in anderen Landkreisen. So würden im Landkreis Main-Spessart drei Kliniken geschlossen und durch einen Neubau in Lohr am Main ersetzt.

Situation im Landkreis Rhön-Grabfeld

Ein Blick in den Nachbarlandkreis Rhön-Grabfeld zeigt: dort wurden 2004 das Krankenhaus in Bad Königshofen und 2006 das in Mellrichstadt (Bilder: ib-federlein.deib-federlein.de) geschlossen. Letzteres wurde im Zeitraum von Juli bis Dezember 2009 abgebrochen, die Kosten dafür beliefen sich auf etwa 0,5 Millionen Euro. Übrig blieben 13.000 Tonnen Bauschutt; heute befindet sind an dieser Stelle ein Wohnheim der Lebenshilfe.   

Siehe auch: Osthessen-News vom 31.08.2009
(ibg, 12.1.2017)

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HAUSÄRZTE • Förderanreize des Ministeriums

Hausärzteprogramm für das Land

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Die bayerische Gesundheitsministerin, Melanie Huml, möchte mit einem Paket an Maßnahmen künftig mehr angehende Mediziner für die Arbeit in ländlichen Regionen gewinnen.

Laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 15. Januar 2017 wies die Ministerin darauf hin, dass in Bayern derzeit jeder dritte Hausarzt über 60 Jahre alt sei.

Deshalb sollen künftig „bis zu fünf Prozent aller Medizinstudienplätze in Bayern für Studierende vorgehalten werden, die sich verpflichten, später als Hausarzt in Regionen zu arbeiten, die bereits unterversorgt sind oder von Unterversorgung bedroht sind. Gesundheits- und Wissenschaftsministerium in Bayern arbeiten derzeit an der konkreten Ausgestaltung.“

Außerdem sollen „Medizinstudierende künftig 500 Euro statt wie bisher 300 Euro monatlich bekommen, wenn sie sich verpflichten, nach ihrem Abschluss ihre fachärztliche Weiterbildung im ländlichen Raum zu erwerben und dann noch mindestens fünf Jahre dort tätig zu sein. Die neue Regelung soll ab Juli dieses Jahres gelten.“

Bislang würden bereits 117 Studenten/-innen gefördert, die Landarzt/-ärztin werden wollten.

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